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Tagesdosis gewollter Demokratieverfall?

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Realitätsverlust oder gehirngewaschen?

8. Oktobr 2026

Leiden wir nicht alle darunter? Warum sollte ein Bundeskanzler von dieser zur Regel gewordenen Irrationalität von heute nicht ebenfalls befallen sein?

Ein bisschen trifft das sicherlich auch auf Bundeskanzler Friedrich Merz zu, obwohl ein Heer von Beratern das eigentlich verhindern können sollte. Bedauerlicherweise hat es der Bundeskanzler dennoch bisher nicht gelernt, den Mund dann zu halten, wenn zu viel Realitätsverlust sogar von denen wahrgenommen wird, die schon aus Gewohnheit lieber nichts sagen, um nichts Falsches zu sagen.

Kurzum: Friedrich Merz wäre klüger beraten gewesen, eine Verhandlungslösung mit Russland zu suchen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Ein Blitzbesuch in Kiew war dazu wirklich ungeeignet.

Warum? Niemand, der bei klarem Verstand ist, würde es riskieren, Europa wegen dieses unnötigen Krieges in die Luft zu sprengen, der, und das ist gut belegt, hätte verhindert werden können, indem einfach dem von Russland vorgeschlagenen Neutralitätsabkommen im Herbst 2021 zugestimmt worden wäre.

Aber nein. Am Tag seines Besuchs in Kiew heißt es auf dem X-Account des Bundeskanzlers wie folgt:

Bundeskanzler Friedrich Merz
@bundeskanzler
4. Oktober 2026
Die Ukraine steht vor entscheidenden Wochen. Deswegen bin ich heute nach Kyjiw gereist mit der Botschaft: Ihr könnt euch auf uns verlassen.

Auch Deutschlands Sicherheit hängt vom Ausgang dieses Krieges ab. Deswegen helfen wir auch aus ureigenem Interesse.
10:06 · 4. Okt. 2026

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In einem Artikel von Ahmed Adel, einem in Ägypten geborenen Militärhistoriker und Sicherheitsanalysten, heißt es auf der kanadischen Internetplattform Global Research in der Übersetzung von mir, wie folgt:

Ahmed Adel: Bundeskanzler Friedrich Merz traf am 4. Oktober zu einem unangekündigten Besuch in Begleitung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und einer Delegation deutscher Verteidigungs- und Energiemanager in Kiew ein. Von der beschädigten Nationalen Akademie der Wissenschaften wandte er sich direkt an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und bot ihm an, mit ihm zu sprechen. Gleichzeitig kündigte der Kanzler neue Militär- und Energiehilfe an. Die Reise sollte seine Führungsstärke projizieren, aber stattdessen war es der vergebliche Versuch eines Kanzlers, der fast keinen Raum mehr hat, zu Hause überhaupt gehört zu werden. Sein Ziel war es, Zeit im Ausland zu gewinnen.

Der ehemalige britische Diplomat Ian Proud, der in Moskau diente, sagte:

„BlackRock Merz ist der am wenigsten beliebte deutsche Bundeskanzler. Er weiß nicht, was deutsches Eigeninteresse ist. Nur sein eigenes Eigeninteresse. Politisches Überleben. Ich sehe keinen einzigen politischen Führer in Europa, der die Interessen seiner Bürger an die erste Stelle setzt.“

Stolz hingegen wirkte die Antwort des Kanzlers aus Kiew, in der Merz auf Deutsch schrieb:

„Sie können sich auf uns verlassen. Die eigene Sicherheit Deutschlands hängt vom Ausgang dieses Krieges ab. Wir helfen aus eigenem Interesse.“

Da sich die deutsche Politik nicht geändert hat, ist Merz’ Aufruf eindeutig als ein politisches Manöver zu verstehen, das der deutschen Öffentlichkeit signalisieren soll, dass der Staat für einen Dialog mit Russland offen ist, auch wenn er die Ukraine weiterhin bewaffnet. Ein Kanzler aber, der in Berlin kein solides öffentliches Mandat mehr hat, ist jedoch schlecht positioniert, um Verhandlungen in Moskau aufzunehmen. Merz’ Besuch in Kiew offenbarte seine Schwäche und Verzweiflung deutlicher, als er sie verdunkeln konnte.

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Hinweis: Das Centre for Research on Globalization (CRG) ist eine unabhängige Forschungs- und Medienorganisation mit Sitz in Montreal. Die CRG ist eine eingetragene gemeinnützige Organisation in der Provinz Quebec, Kanada.

Und wie sieht es mit der Führungsstärke des Kanzlers heute aus, vier Tage nach seinem Besuch in Kiew, der nur ein Ziel hatte: von den Problemen im Innern Deutschlands abzulenken?

Das Vergessen geht heute schneller, als man sich das vorstellen kann, denn schon wenige Tage nach des Kanzlers Reise in die Ukraine kann sich kaum noch jemand daran erinnert, dass er bereits am Tag der Deutschen Einheit seine Reise nach Kiew angetreten hatte, um dort den Russen sozusagen die deutsche Kriegsbereitschaft und ein wenig Gesprächsbereitschaft zu verkünden, die, gemeint ist die Gesprächsbereitschaft, natürlich voraussetzt, dass Putin von sich aus den Dialog sucht.

Wie dem auch immer sei: Die Frage, auf die es weiterhin eine Antwort zu finden gilt lautet weiterhin: Glaubt der Kanzler wirklich an die Kriegsangst, die er verbreitet?

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