Rodorf.de

Spiegelsplitterwahrheiten

Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten

 Die Ukraine und BlackRock

Freitag, den 30. Januar 2026

Die Ukrainerinnen und die Ukrainer verdienen unser Mitleid, denn sie werden die großen Verlierer sein, sobald der Krieg zu Ende ist, denn das, was dann folgen wird, das schreit sozusagen jetzt schon nach Erbarmen.

Warum?

Nicht nur am Krieg, auch am Wiederaufbau werden BlackRock und auch andere Großkonzerne viel Geld verdienen.

Große Gebiete im Westen der Ukraine, die nicht von den Russen besetzt sind und wohl auch nicht besetzt werden, wird dann nämlich den Großkonzernen gehören. Dafür wurde schon in Kriegszeiten gesorgt. Tatsächlich wurden bereits rund 30 Prozent der ukrainischen Agrarflächen an multinationale Konzerne verkauft, darunter einige der fruchtbarsten Böden der Welt, die schon lange als „Kornkammer Europas“ bekannt sind.

Käufer: Dazu zählen Unternehmen wie DuPont, Cargill und Monsanto. Auch BlackRock ist ein zentraler Anteilseigner. Sogar der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten Jo Biden, Robert Hunter Biden, hat sich in der Ukraine großflächig bedient.

Übrigens: An dem Krieg in der Ukraine verdienen sogar viele Ukrainer. In der Ukraine sind das die Oligarchen und die, die sich Unterstützungsgelder durch Korruption aneignen konnten und können.

Im Westen zählen zu den Gewinnern neben den auf Rüstung spezialisierten Unternehmen, deren Kurse sozusagen durch die Decke gehen, auch viele andere Konzernen, die viel Geld damit verdienen, wenn an der Front gestorben wird, um dann, wenn der Krieg beendet sein wird, am Wiederaufbau gleichermaßen viel verdienen zu können.

Was darunter zu verstehen sein wird, das lässt sich vielleicht wie folgt beschreiben:

Bezahlt wird durch Rohstoffe: Das gilt auch für die Zurückzahlung der Kredite in einer Größenordnung, die für dauerhafte Armut in der Ukraine sorgen wird. Die Austeritätspolitik, die den Griechen das Leben schwer gemacht hat, dürften sich im Vergleich zu dem, was die Ukrainer zu erwarten haben, als kaum der Rede wert erweisen.

Nur zur Erinnerung: Griechenland erhielt zwischen 2010 und 2018 in drei Programmen rund 278 Milliarden Euro aus dem so genannten Euro-Rettungsschirmen (EFSF/ESM) und aus IWF-Mitteln, um den Staatsbankrott abwenden zu können. Im Gegenzug musste das Land harte Austeritätsmaßnahmen (Sparpolitik, Strukturreformen) umsetzen, die zu schweren Einschnitten, Rentenkürzungen und einer tiefen Rezession führten.

Das Kapital kennt kein Erbarmen: Obwohl Zehntausende ukrainische Soldaten gefallen sind, um ihr Land zu verteidigen, werden die Unterstützer, Geldgeber und Nachkriegsgewinner darauf keine Rücksicht nehmen, denn Geld kennt kein Erbarmen.

Und wer steht bereit, den Wiederaufbau zu organisieren?
BlackRock.

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der über Aufsichtsratserfahrung bei BlackRock verfügt, dazu motiviert haben, den Krieg nicht enden lassen zu wollen, denn am Krieg lässt sich zurzeit noch am meisten verdienen, wenn auch schuldenfinanziert.

All das geschieht offen, nahezu demonstrativ. Kritiker argumentieren, dass es deshalb funktioniert, weil gesellschaftliche Konflikte bewusst geschürt werden: links gegen rechts und ethnische Gruppen gegeneinander.

Während sich Gesellschaften spalten, bleiben die wirtschaftlichen Gewinner des Krieges weitgehend unangetastet. Daran wird sich auch wohl in Zukunft wenig ändern.

In seiner Regierungserklärung vom 29. Januar 2026 forderte Bundeskanzler Merz (CDU) sogar dazu auf, dass die Europäer eine Sprache der Machtpolitik sprechen müssen. Damit dürfte im Wesentlichen die bereits bekannte Forderung gehören, dass wir - so schnell wie möglich - kriegsfähig werden müssen.

Die gebetsmühlenhafte Forderung nach Aufrüstung scheint sogar mehrheitsfähig geworden zu sein, denn eine ebenfalls am 29. Januar 2026 in den Medien veröffentlichte Meinungsumfrage scheint zu bestätigen, dass eine deutliche Mehrheit der Befragten sich für mehr Aufrüstung einerseits und als Ausgleich dazu, für Sozialkürzungen andererseits ausspricht.

Presseerklärung der Uni Leipzig vom 27.1.2026: Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine für eine Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeit inklusive höherer Verteidigungsausgaben.

Breite Zustimmung auch für eine größere Bundeswehr und für engere europäische Zusammenarbeit.

Quelle: Umfrage: Mehrheit der Deutschen für erhöhte Verteidigungsfähigkeit. Pressemitteilung 2026/011 vom 27.01.2026.

https://www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/umfrage-mehrheit-der-deutschen-fuer-erhoehte-verteidigungsfaehigkeit-2026-01-27

TOP 

Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten