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Die iranische Tragödie

Montag, den 19. Januar 2026

Westliche Medien haben bei ihrer Berichterstattung über die Demonstrationen im Iran eine Fülle von Videobeweisen ignoriert, die terroristische Taktiken zeigen, die von Demonstranten im ganzen Iran eingesetzt, aber dennoch in den westlichen Leitmedien als „weitgehend friedlich“ bezeichnet wurden, obwohl auch mit Waffen auf Polizisten geschossen wurde. Verbreitet wurde von den westlichen Medien fast ausschließlich die Gewalt des iranischen Polizeistaates.

Fast unerwähnt blieben Aufforderungen des israelischen Geheimdienstes Mossad, der die Demonstranten zur Gewaltanwendung aufforderte, um den Regimewechsel zu ermöglichen und diesen auch zu unterstützen versprach.

Geht gemeinsam auf die Straße. Die Zeit ist gekommen“, wies der Mossad die Iraner an. „Wir sind bei euch. Nicht nur aus der Ferne und verbal. Wir sind mit euch auf dem Feld.“

Aber nicht nur durch den Mossad, auch durch die CIA und durch eine Vielzahl von NGOs wurden die Aufstände unterstützt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch von langer Hand vorbereitet.

Wie dem auch immer sei: In Teheran haben Mobs von Randalierer, wie sie von den einen, oder friedliche Demonstranten, wie sie von den anderen bezeichnet werden, nicht nur die historische Abazar-Moschee, sondern auch viele andere Gebäude in Brand gesetzt. Auch der Koran - das heilige Buch - wurde öffentlich verbrannt. Diesbezüglich war die Berichterstattung ebenfalls spärlich.

Als die Aufstände sich beruhigten, strömen Millionen iranischer Bürger auf die Straßen in Städten von Teheran bis Maschhad, um ihre Empörung über die Unruhen auszudrücken und um die ausländischen Elemente zu verurteilen, die den Sturz des Regimes herbeiführen wollten. Natürlich auch, um ihre Unterstützung für die Regierung zu verkünden. Aber in den Nachrichtenredaktionen im ganzen Westen scheint es verboten zu sein, diesen Massen iranischer Demonstranten eine Stimme zu geben [En1].

Warum das Regime dermaßen brutal vorgeht?
Gewalt wird als göttlicher Auftrag verstanden.

Weltwoche.ch vom 15.1.2026: Die exzessive Gewalt der vergangenen Tage ist Teil einer Ordnung, die Grausamkeit im Namen des Regimes nicht nur rechtfertigt, sondern als religiöse Pflicht ausgibt.

Das Regime unterscheidet nicht zwischen friedlichem Protest, legitimer Kritik und tatsächlicher Gewalt. Wer widerspricht, gilt rasch als „Feind Gottes“, als Werkzeug ausländischer Mächte oder als moralisch verdorben. Harte Strafen werden von den Ayatollahs nicht als Unrecht, sondern als notwendige Verteidigung der Ordnung begründet.

Getragen wird dieses System von einem eng verflochtenen Machtapparat aus Justiz, Geheimdiensten, Polizei und vor allem den Islamischen Revolutionsgarden. Diese Kräfte sind nicht nur für die äußere Sicherheit zuständig, sondern vor allem für die innere Kontrolle. Sie schlagen Proteste nieder, überwachen die Bevölkerung, zensieren Medien und Internet – und profitieren politisch wie wirtschaftlich vom bestehenden Status quo. Und sie handeln dabei mit gutem Gewissen: Denn sie erfüllen, so ihr Selbverständnis, einen göttlichen Auftrag [En2].

Jede dieser Spiegelwahrheiten bildet nur einen Teil der ganzen Wahrheit ab, denn die würde neben Betroffenheit auch Unglauben auf beiden Seiten erzeugen.

Quellen:

Endnote 1
Als Quelle wurde ein Aufsatz von Max Blumenthal und Wyatt Reed verwendet, der im Original auf der US-amerikanischen Website von „THE GRAYZONE“ erschien und auf der Website des Ron Paul Instituts nachgedruckt wurde.Original:
https://thegrayzone.substack.com/p/western-media-whitewashes-deadly
Nachdruck Ron Paul Institut.
https://ronpaulinstitute.org/western-media-whitewashes-deadly-riots-in-iran-relying-on-us-govt-funded-regime-change-ngos/
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Endnote_2
Weltwoche.ch vom 15.1.2026: Demonstrationen im Iran: Warum das Regime dermassen brutal vorgeht – und seine Gewalt als göttlichen Auftrag weisswäscht. https://weltwoche.ch/daily/demonstrationen-im-iran-warum-das-regime-dermassen-brutal-vorgeht-und-seine-gewalt-als-goettlichen-auftrag-weisswaescht/
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