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Der Abgrund beginnt zu brodeln

Freitag, den 26. Juni 2026

Nur zur Erinnerung:

Friedrich Nietzsche: Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Dieses Stadium dürfte schon heute erreicht sein, denn wer genauer hinsieht, erkennt, dass der Abgrund bereits zu brodeln begonnen hat.

Anders ausgedrückt: Das was aus der Tiefe heraus kommend an die Oberfläche will, das hört sich in etwa wie folgt an: Der größte Gegner - so ist zu hören, ist nicht Russland, China oder der Iran, sondern der größte Gegner der Demokratie ist der Westen selbst, denn der befindet sich in einer politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise, die weitaus gefährlicher sein dürften als Angriffe auf den so genannten freien Westen von außen, die im Übrigen nur in Deutschland und in der EU spätestens 2029 erwartet werden. Nur das genaue Datum scheint noch unbekannt zu sein.

Auf Tagesschau.de vom 24.9.2025 hießt es diesbezüglich wie folgt: Russland könnte bis 2029 in der Lage sein, NATO-Territorium anzugreifen, warnen Bundesverteidigungsminister Pistorius und ranghohe Militärs.

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Wir – womit das Wahlvolk gemeint ist – werden mit ausländischen Feinden beschäftigt, damit wir nicht bemerken, dass unser schlimmster Feind unsere eigene Regierung ist, denn die repräsentiert nicht mehr das Volk, auch nicht im Hinblick auf die kriegsfördernde Politik in der Ukraine, in die Gelder in Milliardenhöhe fließen, die im Inland für deutsche Interessen dringend benötigt würden.

Wie dem auch immer sei: Verteidigungsminister Boris Pistorius hat bei seinen Besuchen in der Ukraine, unter anderem im Mai 2026, den Weg für eine strategische Rüstungskooperation geebnet. Im Zentrum steht dabei die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Drohnen, einschließlich weitreichender Systeme, um die Abwehrkapazitäten der Ukraine zu stärken.

Was in den Leitmedien über die Rede des Bundesverteidigungsministers Boris Pistorius (SPD) über dieses Vorhaben nicht zu lesen ist, lässt eine Einstellung erkennen, die wirklich besorgniserregend ist. Der Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beendete nämlich seine Rede in Kiew mit einem frohen „Salva Ukraine“.

Nachdenkseiten vom 25.6.2026: Mit einem frohen „Slava Ukraine“, dem Schlachtruf der ukrainischen Nationalisten (OUN und UPA) während der Massenmorde an Polen (Wolhynien) und Juden, kündigte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius im Mai in Kiew die gemeinsame Entwicklung von Langstreckendrohnen bis 1.500 Kilometern und deren Produktion auf deutschem Boden (vermutlich in Süddeutschland) an.

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Während der Iran-Krieg endet, scheinen die europäischen Eliten nichts Besseres im Sinn zu haben, als die Eskalation der Ukraine voranzutreiben, begleitet von einer PR-Kampagne im Inland, die beweisen soll, dass sich das Blatt für Kiew wendet und die Ukraine diesen Krieg gewinnen wird, wenn wir ihr dabei helfen.

Das folgende Zitat stammt aus dem Internetportal „The American Conservative“ vom 25. Juni 2026:

The American Conservative: Aber heute, im Jahr 2026, bleibt ein großer Teil des westlichen politischen Establishments starr in dem Glauben verwurzelt, dass ein wenig mehr Anstrengung, Finanzierung und modernste Militärtechnologie das Blatt im ukrainischen Konflikt wenden und Putin zwingen könnten, eine weiße Flagge zu hissen.

In den letzten Monaten haben die Ukraine und ihre Unterstützer eine PR-Kampagne gestartet, die zum x-ten Mal beweisen will, dass sich das Blatt tatsächlich wendet, gestützt auf echte Erfolge auf dem Schlachtfeld. Drohnenangriffe auf die russische Energieinfrastruktur und die Verkehrswege haben die besetzte Halbinsel Krim praktisch ohne Treibstoff verlassen und Treibstoffknappheit in ganz Russland verursacht. Aber diese Angriffe haben es bisher nicht geschafft, die russische Offensive im Osten der Ukraine zum Erliegen zu bringen. Eine weitere große ukrainische Hochburg, Kostiantynivka, scheint bereit zu fallen, vielleicht jeden Tag jetzt.

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Und was den Zustand der ukrainischen Armee anbelangt, wird bei der Suche nach glaubwürdigen Informationen im Internet schnell deutlich, dass die sich bereits nicht erst seit heute in ihrer bisher schlimmsten Lage befindet. Die Moral der Armee ist schrecklich, die Verluste sind hoch und die Rekrutierungsmethoden werden immer brutaler.

Auf dem amerikanischen Portal „Moon of Alabama“, einem Portal, das in seinen Analysen sozusagen Ergebnisse veröffentlicht, die später tatsächlich eintreten, heißt es zur Rekrutierung ukrainischer Soldaten wie folgt:

Moon of Alabama vom 25. Juni 2026: Die neu rekrutierten Soldaten, die von den Straßen gerissen sind, leben in bewachten Zelten. Auf die Toilette zu gehen ist nur in Gruppen und unter den Augen eines bewaffneten Soldaten erlaubt. Das Gelände rund um das Trainingslager wird abgebaut. Folter ist Routine. Menschen, die fliehen wollen, werden erschossen und/oder zu Tode brutal behandelt.

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Mit anderen Worten: Das was sich in der Ukraine zurzeit ereignet und mit deutschen schuldenfinanzierten Milliarden unterstützt und gefördert wird, setzt eine Moral voraus, die das Grundgesetz nicht vorsieht, denn dieses Gesetz fühlt sich ausschließlich dem Frieden verpflichtet, soweit Deutschland nicht von außen direkt angegriffen wird. Anders ausgedrückt: Das Grundgesetz fühlt sich sozusagen einer Streitschrift von Immanuel Kant (1724 bis 1804) verpflichtet, die 1795 veröffentlicht wurde: Zum ewigen Frieden:

Aus dieser Streitschrift sollen an dieser Stelle nur ein paar Standpunkte aufgeführt werden, die vollumfänglich der Vernunft zugänglich sind:

  • Keine Staatsschulden für Kriegszwecke, denn eine Verschuldung zur Kriegsfinanzierung macht Kriege wahrscheinlicher

  • Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten, denn jegliche Form von Interventionismus ist friedensgefährdend

  • Auflösung stehender Heere, denn ständige Armeen erzeugen Misstrauen und führen zu Wettrüsten.

Auch wenn Kant damit nicht die Wirklichkeit seiner Zeit beschrieb, vertraute er auf den moralischen Fortschritt und auch auf die moralische Absicht der Geschichte, denn auch deren Ziel sei es, so die Überzeugung Kants, die Menschheit zum Frieden zu führen, selbst dann, wenn sie, gemeint ist die Menschheit, dies nicht aus moralischer Einsicht tut.

Der Traum vom Frieden ist lang.

Auch Victor Hugo (1802 bis 1885) hielt im Hinblick auf die Notwendigkeit, friedensfähig werden zu müssen, am 21. August 1849 auf dem Pariser Friedenskongress eine berühmt gewordene Rede:

Victor Hugo: Der Tag wird kommen, an dem Ihr keinen Krieg mehr führen werdet, der Tag wird kommen, an dem Ihr keine bewaffneten Männer mehr ausheben werdet, der Tag wird kommen, an dem man nicht mehr sagen wird: ‚Die Normannen haben die Picards angegriffen, die Lothringer haben die Burgunder zurückgeschlagen.

Der Tag wird kommen, an dem die Waffen auch von Euren Händen fallen werden!

Der Tag wird kommen, an dem Kanonenkugeln und Bomben durch Abstimmungen, durch das allgemeine Wahlrecht, durch die ehrwürdige Schiedsgerichtsbarkeit eines großen souveränen Senats ersetzt werden, der für Europa das sein wird, was das Parlament für England, was die Bundesversammlung für Deutschland und das legislative Parlament für Frankreich ist! Der Tag wird kommen, an dem man die Kanonen in den Museen zeigen.

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Von diesem Traum sind wir heute immr noch meilenweit entfernt. Unser Verstand reicht nämlich nicht aus, zu erkennen, was Menschen zum Überleben auf diesem Planeten tatsächlich benötigen:

Frieden.

Der letzte Halbsatz der Rede von Victor Hugo hat folgenden Wortlaut:

...sagen wir den Völkern: „Ihr seid Brüder!“

Um dazu überhaupt ansatzweise in der Lage sein zu können, bedarf es dringend einer „Moralischen Entgiftung Europas und Deutschlands“, die Stefan Zweig (1881 bis 1942), gut 80 Jahre nach Victor Hugo, einforderte. In Stefan Zweigs Vortrag „Die moralische Entgiftung Europas“, den er 1932 anlässlich der Europatagung der Accademia di Roma hielt, heißt es am Schluss wie folgt:

Stefan Zweig: Nur dies muss gefordert werden, dass diese an sich energiefördernde politische Polemik sich auf einem höheren Niveau entfalte und niemals unwahre und aufhetzerische Nachrichten zum Stützpunkte nehmen solle. Denn ich glaube, dass nationale Politik innerhalb Europas möglich sein muss ohne Beschimpfung und vor allem ohne Verleumdung.

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2026 – gut 94 Jahre später, scheint die Bereitschaft, den politisch Andersdenkenden nicht nur zu beschimpfen, sondern auch zu verleumden, wieder hoffähig geworden zu sein.

Es gibt wieder die Guten und die Bösen.

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