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Ein kurzer Blick in den Abgrund ...

...reicht aus, um das zu sehen, das Friedrich Nietzsche (1844 bis 1900) in seinem Buch „Jenseits von gut Gut und Böse“ bereits vor 140 Jahren wie folgt beschrieben hat:

Mittwoch, den 24. Juni 2026

Friedrich Nietzsche: Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Die Ungeheuer von heute, das sind die Mächte, die nicht wahrhaben wollen, dass auch sie dem Verfall unterliegen und deshalb weder Kosten noch Mühen scheuen, ihre Macht mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu beschützen und zu verteidigen, egal was für einen Schaden sie damit anrichten.

Wie dem auch immer sei: Wer dazu bereit ist, sich mit dem Bösem, der Gewalt, dem Hass oder anderen zerstörerischen Kräften auseinanderzusetzen, merkt irgendwann nicht mehr, dass er selbst dabei böse wird, zur Gewalt neigt und Hass und Chaos von ihm selbst erzeugt werden, um an der Macht bleiben zu können, obwohl er das Böse doch nur beim politischen Gegner erkennt.

Anders ausgedrückt: Bedrohte Mächte entwickelt, um sich selbst zu erhalten, sozusagen gezwungenermaßen eine Denkweise, in der sich auch die Moral grundlegend verändert, besser gesagt, in Luft auflöst.

Worum geht es beim Blick in den Abgrund von heute?

Im Innern sind das die Folgen politischer Fehlentscheidungen, die einen Staat im Innern zerstören, wenn die zugelassenen und sogar geförderten Folgen solcher Fehlentscheidungen irgendwann unübersehbar, möglicherweise sogar schon unumkehrbar geworden sind.

Wer nur an die Folgen der Energiewende denkt, über die Ursachen der Deindustrialisierung nachzudenken beginnt und dann auch noch dazu bereits sein sollte, darüber nachzudenken, was die Massenmigration bewirkt hat, die oder der wird dabei nicht nur unter Stress geraten, sondern Ängste entwickeln, die sich problemlos steigern lassen.

Und wenn dann auch noch darüber nachgedacht wird, wie sich die Sozialsysteme insgesamt in naher Zukunft entwickeln werden, die bereits heute - was wir für normal halten - nur noch druch Schulden finanziert werden können, dann erweckt sogar eine kurze Gesamtschau in den Abgrund durchaus suizidale Ängste.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben allein die Kommunen im Jahr 2025 ein Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro „erwirtschaftet“. Für die kommenden Jahre rechnen Experten und Verbände mit anhaltenden Defiziten von jeweils rund 30 Milliarden Euro oder mehr pro Jahr. Der Deutsche Städtetag hat deshalb vom Bund eine jährliche Soforthilfe in Höhe von 30 Milliarden eingefordert, um den drohenden Kollaps doch noch abwenden zu können.

Deutscher Städtetag 2026: Die Städte fordern vom Bund spätestens 2027 eine Soforthilfe in Milliardenhöhe für die Kommunen. Gleichzeitig müssen zügig Reformen auf den Weg gebracht werden, die die Kommunen dauerhaft entlasten. Andernfalls würden die kommunalen Schuldenstände in den kommenden Jahren explodieren. Weitere Einschnitte bei den kommunalen Leistungen oder höhere Grund- und Gewerbesteuern könnten die Folge sein.

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Um von dieser Angst vor den zu erwartenden Entwicklungen im Innern ablenken zu können, hat sich die Macht von heute, denn so geschichtsvergessen ist sie nicht, daran erinnert, dass Krisen im Innern am besten dadurch „eingehegt“ werden können, indem eine noch viel größere Angst erzeugt wird, gemeint ist die Angst vor einem russischen Angriffskrieg.

Deshalb scheint es unbestreitbar und somit alternativlos zu sein, Deutschland wieder zur stärksten Militärmacht im Westen Europas aufrüsten zu müssen, denn nur dadurch lässt sich der russische Aggressor angeblich abschrecken.

Im Übrigen wird der Ausbau der Rüstungsindustrie auch dafür sorgen, dass die Deindustrialisierung dadurch nicht nur gestoppt, sondern in einen Wachstums- und Fortschrittsmarkt umgewandelt werden kann.

Wer sich auch nur ein wenig mit der jüngeren deutschen Geschichte auskennt, weiß, dass dieses Erfolgsrezept bereits im Nazideutschland zur Anwendung gekommen ist und erst in der bedingungslosen Kapitulation ihr Ende fand.

Wie dem auch immer sei: Der Wind im Deutschland von heute hat sich gedreht.

Angeblich, weil sich die Zeiten geändert haben. Die Macht selbst aber scheint an dieser Richtungsänderung des Windes sich nicht beteiligen zu wollen, denn sie versucht sich mit den gleichen Mitteln zu erhalten, wie das bereits in der Vergangenheit immer wieder geschehen ist, denn die Macht und ihr Selbsterhaltungswille ändert sich nicht.

Deshalb sucht und braucht die Macht den Krieg, wenn die Probleme im Innern ihr über den Kopf zu wachsen beginnen.

Wie dem auch immer sei: Die Parteien, die für sich in Anspruch nehmen, mit ihrer Sicht der Dinge „UnsereDemokratie“ verteidigen zu müssen, weil es dazu keine Alternative gibt, sollten zumindest dazu bereit sein, so lange in den oben nur kurz skizzierten Abgrund zu schauen, bis ihnen der Abgrund zurückmeldet, dass, wenn sie so weitermachen, sie am besten gleich springen sollten, um die zu erwartende Leidenszeit zu verkürzen.

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