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Spiegelsplitterwahrheiten Die Theorie des demokratischen Friedens Freitag, den 12. Juni 2026 Die Theorie des demokratischen Friedens, was soll das sein? Eine zufriedenstellende Antwort darauf fällt heute schwer, denn wir leben in kriegerischen Zeiten. Deshalb muss Ideologie an die Stelle der Wirtklichkeit treten, denn die lässt es zu, dass sich die westlichen Demokratien weiter aus die Guten definieren. Wie dem auch immer sei: In Kants Vorstellung vom „Ewigen Frieden“ wie er sie in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ (1795) beschrieben hat, kann immerhin heute noch nachgelesen werden, wie die Grundlagen für einen dauerhaften Frieden zwischen den Staaten gestaltet werden müssten. Dort heißt es, dass dauerhafter Friede kein bloßer Waffenstillstand ist, sondern durch eine weltweite Rechtsordnung und republikanische Staatsformen aktiv geschaffen werden muss. Bis heute konnte dieser Traum nicht verwirklicht werden. Warum? In der Welt von heute gibt es nur Interessen, kein Wohlwollen. Insbesondere Großmächte zeichnen sich durch Rücksichtslosigkeit aus. Dennoch scheint die Theorie des demokratischen Friedens - zumindest in der liberalen Welt – immer noch wirkmächtig zu sein. Die Theorie der friedfertigen Demokratie (oft auch Theorie des demokratischen Friedens genannt) besagt, dass Demokratien untereinander seltener oder gar keine Kriege führen. Die Theorie geht von der Grundannahme aus, dass demokratische Staaten deshalb keine Kriege führen, weil die Bürgerinnen und Bürger es selber sind, die die Kosten eines Krieges zu tragen haben. Außerdem erkennen und respektieren sich Demokratien untereinander wechselseitig, wodurch es möglich wird, entstehende Konflikte durch Verhandlungen zu lösen. Demokratien, so sagt man, vertrauen auf die Vernunft. In der Wirklichkeit von heute, in der sozusagen ein 3. Weltkrieg herbeigeredet wird, hört sich diese Theorie so an, als sei sie aus der Zeit gefallen. Allein die Anzahl der Kriege, die die Vereinigten Staaten von Amerika nach 1945 geführt hat, lassen sich kaum an 10 Fingern abzählen. Die Versuche, in anderen Staaten einen so genannten Regime Change herbeizuführen, dürfte die Anzahl von 50 sicherlich überschreiten. Dennoch: Was besagt die Theorie der friedfertigen Demokratie? Die Theorie des demokratischen Friedens behauptet im Kern:
Wie dem auch immer sei: Die Demokratiefriedenstheorie gehört immer noch zu den einflussreichsten Ansätzen der Gestaltung internationaler Beziehungen. Getragen wird diese Theorie von der so genannten „Regelbasierten Ordnung“ einem internationalen System, in dem Staaten und andere Akteure ihr Handeln an gemeinsamen Regeln, Normen und Vereinbarungen ausrichten. Was ist damit gemeint?
Anders ausgedrückt: Wenn zwei Staaten einen Grenzstreit haben, sollen sie diesen nicht durch Krieg, sondern durch Verhandlungen, Schiedsgerichte oder internationale Gerichte lösen. Dass sich diese Sicht der Dinge schon seit Jahren als Illusion erwiesen hat, das dürfte unbestreitbar sein. Allein das Völkerrecht wird von den Großmächten heute so ausgelegt, wie es ihnen gerade passt, so dass von der schönen Sprachfigur einer „Regelbasierten Ordnung“ nicht einmal mehr ein Schatten von Glaubwürdigkeit übrig geblieben ist. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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