|
Rodorf.de Spiegelsplitterwahrheiten
Inhaltsverzeichnis
Spiegelsplitterwahrheiten Geld, Macht und Sex Mittwoch, den 4. Februar 2026 Die Überschrift fordert dazu auf, sich bewusst zu machen, dass es sowohl geschichtlicher als auch menschlicher Erfahrung entspricht, dass unkontrollierte Macht korrumpiert. Immer! Überall, und in alle Richtungen. Das gilt auch für Demokratien. Dort besteht zwar die Möglichkeit, Macht abzuwählen, wenn sie ihre Macht missbraucht, verhindern lässt sich aber nicht, dass diese „Freiheit zum Machtmissbrauch“ schnell zur Fortschrittsfalle werden kann, dann nämlich, wenn die damit verbundene Dekadenz überhand gewinnt. Im Gegensatz zu dem bedauernswerten Zustand der Demokratie in den USA, dessen Ausmaß durch die Epstein-Akten zurzeit sichtbar geworden ist, ist deutlich geworden, dass dieses Ausmaß an Dekadenz nicht von den Bürgern, sondern von ihrer Elite verursacht und gelebt worden ist. Inwieweit Vergleichbares sich auch die Eliten im alten Europa herausnehmen, findet, wenn überhaupt, im Verborgenen statt. Das liegt vielleicht auch daran, dass den Eliten hier im alten Europa doch noch nicht so viel Narrenfreiheit gewährt wird, wie das in den USA bereits seit Jahrzehnten der Fall gewesen und ein Ende dieser Narrenfreiheit immer noch nicht abzusehen ist. Wie dem auch immer sei: In einem Zeitraum von mehr als 75 Jahren Demokratieentwicklung in Deutschland hat sich auch dort der herrschende „Parteienstaat“ dermaßen so verfilzt, dass für den Normalbürger kaum noch nachvollziehbar ist, wie Geld, Macht und auch Sex zusammenwirken, verbunden mit Vetternwirtschaft, vorauseilendem Gehorsam und anderen Praktiken der Intelligenz of Peace, die dazu geführt haben, dass dem Petersprinzip entsprochen wurde, das darin besteht, dass es beim Aufstieg in der Hierarchie sozusagen unvermeidbar wird, irgendwann den Grad der eigenen Inkompetenz zu überschreiten, was nichts anderes bedeutet, als irgendwann Führungsverantwortung übertragen zu bekommen, denen der solchermaßen Beförderte nicht gewachsen ist. Zurück zu den bekannt gewordenen Epstein-Akten: Es ist nicht meine Absicht, Tausende im Internet zur Verfügung stehende Akten auch nur grob zu sichten. Mir reicht es völlig aus, anhand der bekannt gewordenen Inhalte diesbezüglich meiner Phantasie kurz „freie Hand“ zu gewähren, denn bei einer längeren Auseinandersetzung mit dem „Schmutz der Elite“, würde mir wahrscheinlich schlecht. Als geschichtsinteressierter Mensch muss es ausreichen, wenn ich mich daran erinnere, dass auch das römische Imperium an der Dekadenz seiner Eliten zusammengebrochen ist, und dass auch dort Sex, Geld und Macht diesen Verfall wesentlich beschleunigt haben. Eine E-Mail von Jeffrey Epstein scheint es mir dennoch wert zu sein, sie aus dem Wust menschlicher Verkommenheit herauszuholen. Dabei handelt es sich um eine E-Mail, die die Strategie der amerikanischen Außenpolitik beschreibt. Diese Strategie besteht angeblich darin, weltweit ein Höchstmaß an Durcheinander zu erzeugen. Warum? Je mehr „schlechte Akteure auf allen Seiten“ produziert werden können, desto geringer der Handlungsdruck für die Vereinigten Staaten. Anders ausgedrückt: Wenn Chaos als Entlastungsstrategie erzeugt wird, macht das eine angestrebete Hegemonie sicherlich leichter. Nicht Ordnung schaffen, sondern Unordnung erzeugen und diese zu verwalten und zu fördern macht es möglich, zu verhindern, dass sich Gegenkräfte formieren, die den USA ihre Vormachtstellung streitig machen könnten. In der Mail wird auch der berühmte Satz von Harry Truman (1884 bis 1972) aus dem Jahr 1941 zitiert, der diese Strategie der Schaffung von Unordnung sozusagen auf den Punkt bringt, bevor die USA selbst im Dezember 1941 in den Zweiten Weltkrieg eingriffen. Wenn Deutschland gewinnt, helfen wir Russland. Wenn Russland gewinnt, helfen wir Deutschland. Hauptsache, sie töten einander so lange wie möglich. Harry Truman war 1941 noch nicht Präsident der USA. Diesen Satz formulierte er als Senator. Dennoch: Dieser Satz war auch damals keine moralische Entgleisung, sondern klassische Realpolitik. Wie dem auch immer sei: Vor diesem Hintergrund wirkt die Epstein-Thiel-Korrespondenz, denn aus dieser Korrespondenz stammt die Mail, um die es hier geht, weniger wie eine Verschwörung, sondern eher wie ein seltener Blick hinter die Kulissen elitären Denkens: Außenpolitik nicht als Frage von Recht oder Moral, sondern als Management von Instabilität. Gerade deshalb ist das Dokument so aufschlussreich. Nicht, weil es eine geheime Weltverschwörung enthüllt, sondern weil es offenlegt, wie weit sich geopolitisches Denken von den offiziellen Erzählungen über Demokratie, Menschenrechte und Friedensmissionen entfernt hat. In Anlehnung an: Uncutnews.ch vom 2.2.2026: Das wohl brisanteste Epstein-Dokument: Chaos als geopolitische Strategie. https://uncutnews.ch/das-wohl-brisanteste-epstein-dokument-chaos-als-geopolitische-strategie/ Anders ausgedrückt: In Demokratien, in denen sich solche Kräfte entfalten und wirken können, immer noch von einer Herrschaft des Volkes über das Volk zu sprechen, das setzt eine Glaubensfähigkeit voraus, die durch die Wirklichkeit in ihr Gegenteil verkehrt wird. Bei solchen entarteten Demokratien handelt es sich um Scheindemokratien, fest in den Händen der Oligarchen und deren Beschützer. Wie sich die Eliten die Demokratie stets vorgestellt haben? In seinem Buch „Demokratie – Der Gott, der keiner ist“, beschreibt Hans-Hermann Hoppe die Demokratie wie folgt: Hans-Hermann Hoppe: Fast alle großen Denker hatten nichts als Verachtung für die Demokratie übrig. Selbst die Gründerväter der USA, des Landes, welches heute als vorbildliches Demokratiemodell betrachtet wird, waren strikt dagegen. Ohne eine einzige Ausnahme betrachteten sie die Demokratie als nichts weiter denn als Herrschaft des Mobs. Sie sahen sich selbst als Mitglieder einer „natürlichen Aristokratie“; statt einer Demokratie befürworteten sie eine aristokratische Republik (Seite 214). An anderer Stelle heißt es, bezogen auf die Folgen, die zu erwarten sind, wenn in einer Gesellschaft schlechte Charaktereigenschaften sich durchzusetzen beginnen, sinngemäß wie folgt: Hans-Hermann Hoppe: Wenn der Anteil der nicht so guten persönlichen Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen kontinuierlich ansteigt, und das Leben in der Gesellschaft zunehmend unangenehmer wird, und wenn anstatt der Kultivierung von Werten Kulturwerte zerstört werden, dann bringt Demokratie Degeneration und Verfall mit sich (Seite 187). Hans-Hermann Hoppe: Demokratie – Der Gott, der keiner ist. Edition Sonderwege bei Manuscriptum – 5. erweiterte Auflage 2024. Zurzeit scheint sich dieser Fortschritt hin zum Verfall nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland zu beschleunigen. Dem muss möglichst schnell durch ein zeitgemäßes Demokratieverständnis entgegengetreten werden. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
|