|
Rodorf.de Spiegelsplitterwahrheiten
Inhaltsverzeichnis
Spiegelsplitterwahrheiten Es gibt kein Weiter-so Dienstag, den 28. April 2026 Warum? Das was weitergehen soll, das gibt es entweder schon nicht mehr, oder aber es befindet sich zurzeit in seiner Auflösung. Wer sich der Illusion hingibt, dass es daran noch etwas zu reparieren gibt, ist entweder ein Tagträumer oder jemand, der sich selbst oder auch andere belügt. Worum geht es? Die Moderne oder wie auch immer die letzten 70 Jahre bezeichnet werden können, und das gilt auch für die Zeit der Aufklärung, auf deren Werte sich die Moderne immer noch zu stützen versucht, gehören der Vergangenheit an. Auch den Intellektuellen bleibt nichts anderes mehr übrig, als mit den Bruchstücken einer „wertebasierten Ordnung“ zu spielen, von denen so recht wirklich niemand mehr weiß, was damit heute gemeint sein könnte. Deshalb: Es beliebt wohl keine andere Wahl als die „Illusion des Weiter-so“ beiseitezulegen, denn so wie es ist, kann es nicht weitergehen oder dieses Weitergehen wird dann in einem Zusammenbruch sein Ende finden, wenn die Vernunft nicht endlich wieder die Menschen zu Verstand kommen lässt. Bereits der erste große Schriftprophet in der Bibel, Jesaja ist sein Name, der zwischen 740 und 701 v. Chr. lebte, lehrte, dass die Vergangenheit loszulassen und der Blick nach vorn zu richten ist, da Gott bereits dabei sei „etwas Neues“ zu schaffen, sich also etwas Neues bereits im Entstehen befindet und dieses Neue nicht nur begonnen hat, sondern bereits zu keimen beginnt. Und dass diese Keimen natürlich auch die Notwendigkeit einschließt, die Realität der Gegenwart zu erkennen. Auch das hielt Jesaja für unverzichtbar. Deshalb sein Aufruf zur Wachsamkeit. Wie dem auch immer sei: Die nachfolgend zitierte Stelle aus dem Alten Testament wird häufig so interpretiert, dass die alles lenkende Kraft – Jesaja nennt diese Kraft Gott – nicht an vergangenen Taten, sondern an ihrer erneuernden Kraft zu messen sei und somit den Menschen keine andere Wahl haben, als auf das Neue zu vertrauen. Jesaja 1:18-19
18Denkt nicht
mehr an das, was früher war; / auf das, was vergangen ist, achtet nicht
mehr! Und was ist bereits im Wachsen begriffen? Einfacher als eine glaubwürdige Antwort auf diese Frage ist es, an nachvollziehbaren Beispielen aufzuzeigen, was zurzeit zerfällt:
Kurzum: Die Wirklichkeit von heute lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Washington zerstört gerade die Weltwirtschaft. Aber nicht nur Washington, auch die EU befindet sich auf einem Weg, der in den eigenen Niedergang führen wird. Jeffrey Sachs hat sich in einem kurzen kurzen Statement auf X dazu wie folgt positioniert: Jeffrey Sachs: Europas Kurs gegen Russland ist hochgradig naiv und selbstzerstörerisch. [...]. Ich halte es für wichtig, zu verstehen, dass Europa ein sehr dicht besiedeltes Gebiet ist, das relativ arm an natürlichen Ressourcen ist. Russland hingegen ist ein riesiges, relativ dünn besiedeltes Gebiet und reich an natürlichen Ressourcen. Das bedeutet aus ökonomischer Sicht, dass sich Europa und Russland natürlich ergänzen, und natürlicherweise miteinander handeln würden. Und das haben sie auch über Jahrhunderte hinweg getan. Europa aber hat sich aus ideologischen Gründen entschieden, damit zu brechen. Russland hat sich daraufhin in Richtung einer anderen dicht besiedelten Region mit ebenfalls wenigen natürlichen Ressourcen umorientiert: China. Auch das passt komplementär zusammen. Russland und China ergänzen sich wirtschaftlich perfekt. Link zur Quelle auf X – 3 Minuten die sich lohnen Für Europa aber scheint eine Kooperation mit Russland zurzeit immer noch unvorstellbar zu sein, denn Russland ist der Inbegriff des Bösen, der Europa angreifen wird, so dass sich Europa auf einen Krieg vorbereiten muss, so zumindest lässt sich in wenigen Worten die in der EU vorherrschende Situation von heute - Russland betreffend - beschreiben. So viel Dummheit einen Krieg mit Russland sozusagen zum dritten Mal wiederholen bzw. zulassen zu wollen, das scheint an Verrücktheit zu grenzen, denn ein dritter Weltkrieg in Europa würde Europa zerstören. Und wie reagiert Russland auf diese feindliche Haltung der EU?
Auf Tagesschau.de vom 24. April 2026 heißt es, dass Russland auf
Anweisung seines Energieministeriums ab dem 1. Mai 2026 die Durchleitung
von kasachischem Rohöl durch die Druschba-Pipeline zur Raffinerie PCK
Schwedt in Brandenburg einstellen wird. Und was zur Friedfertigkeit des so genannten Wertewestens anzumerken ist, heißt es in einem Aufsatz von Lukas Sinclair, der am 27. April 2026 auf der Website von Uncutnews.ch veröffentlicht wurde, dass "Europa keine Kommissionspräsidentin braucht, die Kriege managt, das was Europa braucht ist Führung, die auf Frieden baut." Ursula von der Leyen scheint das aber anders zu sehen.
Wörtlich heißt es dazu in dem Artikel: "Sie
hat selbst gesagt, Europa müsse die Militärausgaben erhöhen, „even at
the expense of one’s own well-being.” (Auch auf Kosten des eigenen
Wohlbefindens). Das ist kein Versehen. Das ist ein Programm." Und was
die Straße von Hormus anbelangt? Zitat: "Wenn ein US-Präsident die
Meerenge blockiert, die er dann „gnädig öffnet”; wenn ein israelischer
Premier im Krieg von Pipelines als Friedensdividende spricht; wenn eine
EU-Kommissionspräsidentin Wohlstand für Rüstung opfern will — dann ist
das kein Beweis für Stärke. Es ist das Symptom eines Systems, das seine
eigene Legitimation verspielt. Aber wenn diese Fassade fällt, entsteht
kein Vakuum — es entsteht Raum. Zu hoffen bleibt, dass das Neue, das sich bereits im Entstehen befindet, etwas Besseres zum Vorschein kommen lässt als das, was zurzeit zerfällt. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
|