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Spiegelsplitterwahrheiten Wahrheit oder Lügen Montag, den 27. April 2026 Wer nichts weiß, der muss glauben. Menschen sind so: Sie lügen, verschleiern, verbergen oder beschreiben die Wirklichkeit so, wie sie sich das wünschen. Die Wahrheit kommt dabei nur dann an den Tag, wenn es dafür eine Belohnung gibt, bzw. wenn es sich lohnt. Dabei wird bedauerlicherweise verkannt, dass auch die Verdrehung der Wahrheit einen Preis hat. Trotzdem: Es scheint lohnender zu sein, den von der Wahrheit geforderten Preis zu zahlen, wenn durch deren Verdrehung der Gewinn schneller und eingebildetermaßen auch lohnender erscheint. In Krisen und in Kriegszeiten läuft dieses Prinzip der Verschleierung zur Höchstform auf. Man könnte sogar behaupten, dass das gesamte Wesen der Politik in Kriegs- und Krisenzeiten sozusagen zur Fälschung der Wahrheit hin tendiert, denn nur die hat in solchen Zeiten wahr zu sein, die den eigenen politischen Zielen nutzt. Die größte Ironie dabei ist, die Wahrheit wird vermieden, um den eigenen Standpunkt besser verteidigen zu können. Wie dem auch immer sei: Das Oval Office in den USA, der Arbeitsraum des US-Präsidenten Donald Trump, scheint ein ganz besonderer Ort der Verdrehung der Wahrheit zu sein, die zwischenzeitlich sogar dazu beigetragen hat, die gesamte Weltwirtschaft und auch das weltweite Finanzsystem an den Rand einer Katastrophe zu bringen. Dort liegt im Übrigen die größte Gefahr für die Weltgemeinschaft, gemeint ist das Finanzsystem, denn wenn das erst einmal wie ein Kartenhaus zusammenbricht, dann dürfte auch die Widerstandsfähigkeit des gesunden Menschenverstandes komplett zusammenbrechen, denn einen Ölpreis von $ 200 pro Barrel, das wäre nicht nur eine wirtschaftliche Katastrophe, das wäre auch das Ende der Demokratie und der Beginn vieler Aufstände in besonders davon betroffenen Ländern. Verursacht wurde diese sich anbahnende Katastrophe durch einen völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran, auf eine Nation von 90 Millionen Menschen, die nicht einmal über die Kapazitäten verfügt, die USA auf ihrem Heimatgebiet anzugreifen. Nun gut: Es hat sich wohl herumgesprochen, dass der Angriff auf den Iran auf einer großen Lüge basierte, nämlich auf der Behauptung, dass das iranische Regime ein einzigartig böser Fleck auf der Erde ist und 47 Jahre, seit dem Bestehen der Islamischen Republik Iran (diese Republik gibt es seit dem 1. April 1979), damit verbracht hat, Amerika und einem Großteil der gesamten Region im Nahen Osten Verletzungen, Chaos und Tod zu bringen. Dabei wird aber schnell übersehen – gewolltermaßen – dass der Iran seit 1979 in kein einziges Nachbarland einmarschiert ist. Das gilt im Übrigen auch für die letzten 300 Jahre vor den Mullahs. Warum also der völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran? Es wäre einfach zu zeitaufwändig, die Geschichten zu erzählen, die diesen Krieg - das gilt im Übrigen auch für den in der Ukraine und auch die Palästinenser in Gaza – sozusagen unvermeidbar gemacht haben. Kurzum: Diejenigen, die an die Erzählungen der Rechtfertigung dieser Kriege glauben wollen, werden über das Wissen verfügen, das es ihnen erlaubt, der eigenen Erzählung mehr zu vertrauen und all die anderen Erzählungen für Lügen zu halten. Wie dem auch immer sei: Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen im Oval Office an Thomas Jefferson (1743 - 1826) erinnern, einem der Gründungsväter der Demokratie in den Vereinigten Staaten von Amerika, der gesagt hat: Thomas Jefferson: Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht. Es bleibt die Hoffnung, dass diese Wahrheit möglichst schnell wieder erfahrbar gemacht wird, womit in Kriegszeiten aber wohl nicht zu rechnen ist. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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