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Rodorf.de Spiegelsplitterwahrheiten
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Spiegelsplitterwahrheiten Gemeinsam auf dem Weg in den Abgrund Freitag, den 24. April 2026 Dass dieser Abgrund von Tag zu Tag näher rückt, dürfte nach gut 55 Tagen Krieg im Iran mehr als deutlich geworden sein, denn insbesondere durch die beiden Blockaden der Straße von Hormus, durch die gut 20 Prozent der weltweit benötigten Rohstoffe transportiert werden, ohne die die Weltwirtschaft nicht reibungslos funktionieren kann, wurde die Weltwirtschaft bereits nachhaltig beschädigt. Anders ausgedrückt: Nicht nur die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran, auch durch die Blockade dieser Seeenge durch die USA wurde und wird von Tag zu Tag deutlicher, wie sehr die Weltwirtschaft darunter zu leiden hat. Die folgenden Zeilen stammen aus einem Interview, das Chris Hedges auf seinem YouTube-Channel im April 2026 mit Prof. John Mearsheimer führte: Chris Hedges: Ist sich die US-Regierung bewusst, dass dies ein Spiel ist, das der Iran kontrolliert, und dass er aufgrund seiner beherrschenden Stellung in der Straße von Hormus weitgehend dazu in der Lage sein wird, die Bedingungen zu diktieren? Prof. John Mearsheimer: Ich denke, es steht außer Frage, dass wir nicht gewinnen können, wenn wir die Eskalationsleiter weiter hochfahren, womit die Trump-Regierung ja bereits kurz nach dem Ende des Waffenstillstands am Mittwoch gedroht hat. Tatsächlich würde ich sogar argumentieren, dass es im Interesse Irans liegt, wenn die Vereinigten Staaten von Amerika die Eskalationsleiter weiter hochfahren, denn je länger dieser Krieg andauert und je weniger Öl aus dem Persischen Golf und vielleicht sogar aus dem Roten Meer gefördert wird, desto besser ist das für den Iran. Also, ich glaube, dass es für uns keinen Sinn macht, die Eskalationsleiter weiter hinaufzugehen. Die entscheidende Frage ist, ob Präsident Trump und seine Berater das verstehen oder nicht. Und ich vermute, dass sie das tun. Deshalb denke ich, dass wir alles daransetzen werden, so eine Art Abkommen hinbekommen, damit wir die Eskalationsleiter nicht weiter hinaufsteigen müssen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Regierung an einer Eskalation interessiert wäre, aber man weiß bei der Trump-Regierung und insbesondere bei Präsident Trump nie so ganz genau, was geschehen wird. Ich denke aber, dass sie versuchen werden, eine Einigung zu erzielen, und wenn sie das nicht schaffen, dann werden sie den Waffenstillstand einfach verlängern. Link zum Interview auf YouTube ab Minute 3:00 Auf die Verlängerung des Waffenstillstands, der am Tag nach dem Scheitern der Verhandlungen in Islamabad von US-Präsident Donald Trump auf unbestimmte Zeit verkündet wurde, folgte kurz danach folgender Text in den sozialen Medien: The White House „I have ordered the United States Navy to shoot and kill any boat, small boats though they may be (Their naval ships are ALL, 159 of them, at the bottom of the sea!), that is putting mines in the waters of the Strait of Hormuz. There is to be no hesitation.“ - President Donald J. Trump Übersetzung: Das Weiße Haus „Ich habe der US-Marine befohlen, jedes Boot zu beschießen und zu versenken, selbst wenn es noch so klein ist (ihre Marineschiffe liegen ALLE, 159 an der Zahl, auf dem Meeresgrund!), das Minen in der Straße von Hormus auslegt. Es darf kein Zögern geben.“ – Präsident Donald J. Trump Wie mit solchen Drohungen eine diplomatische Lösung erzielt werden kann, das geht weit über Wunschdenken hinaus, darauf zu hoffen, das käme einem Wunder gleich. Warum der Iran der US-amerikanischen Regierung nicht mehr vertraut, dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen, zumal eine bereits unterschriftsfähige Abmachung daran scheiterte, dass während der laufenden Verhandlungen am 28. Februar 2026 der US-Präsident die Tagungsstätte bombardieren ließ, in der sich die politische Elite des Iran versammelt hatte, um sich über die letzten Feinheiten dieser Abmachung abzustimmen. Aus der Sicht von Trump sollte das ein Enthauptungsschlag sein, der einen sofortigen Regimewechsel herbeiführen würde. Aus der Sicht des Iran und auch aus der Sicht des Völkerrechts, begann exakt zu diesem Zeitpunkt ein völkerrechtswidriger Krieg, ausgelöst durch Israel und durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Die dadurch ausgelösten Folgen haben sich zwischenzeitlich zu einem weltweiten Desaster entwickelt. Pete Escobar: Der Krieg gegen Iran und nun die Seeblockade sind ein rücksichtsloser Angriff auf die Weltwirtschaft. Die globale Energieversorgung liegt bereits nur noch bei erstaunlichen 60 Prozent – in weniger als zwei Monaten. Die kommenden Schrecken reichen von Lockdowns und zahllosen gestrichenen Flügen wegen fehlendem Kerosin bis zu Lebensmittelknappheit im nächsten Sommer wegen einer Düngemittelhölle; möglichen Lebensmittelaufständen; und sogar der möglichen Einführung einer CBDC zur Lebensmittelrationierung. Die Rocky Horror Show wird von Minute zu Minute lauter. Tanker haben die Durchfahrt durch die Straße von Hormus buchstäblich eingestellt; hinzu kommt, dass das Imperium der Piraterie 5-Zoll-Marinegeschosse auf verschiedene iranische Schiffe feuert. Die Versicherungen für Tanker im Golf sind innerhalb nur einer Woche um gewaltige 400 Prozent gestiegen. So wie es aussieht, wird Iran niemals eine dauerhafte Seeblockade akzeptieren. Also wird es Vergeltung geben. Was auch immer als Nächstes geschieht: Brent Crude dürfte über 120 Dollar pro Barrel steigen. Die Versorgung mit Kerosin wird sich bis Ende nächster Woche massiv verengen. Diesel- und Benzinpreise werden innerhalb von zwei Wochen folgen. Wir beobachten in Echtzeit, wie der globale Energiemarkt kreischend zum Stillstand kommt. Gerade als Iran im Rahmen des Waffenstillstands das Mautsystem in Hormus lockerte, kam Barbaria [gemeint ist US-Präsident Donald Trump] mit seiner Seeblockade daher. Es ist also Barbaria, der tatsächlich dabei ist, die Weltwirtschaft zu zerstören. Und was die Reaktion des Iran auf die Verlängerung des Waffenstillstands unter Beibehaltung der Blockade iranischer Schiffe durch die US-Marine anbelangt, das kann einer Meldung des Telegram-Channels „Middle East Spectator — MES“ vom 23. April 2026 entnommen werden. Dort heißt es: MES vom 23. April 2026: Das iranische Parlament hat einen Gesetzentwurf zu neuen Regelungen für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erarbeitet. Dieser sieht Folgendes vor:
@Middle_East_Spectator Es bedarf keines analytischen Expertenwissens, um aus der Antwort des Irans an US-Präsident Trump schließen zu können, dass sich das iranische Parlament durch Drohungen nicht einschüchtern lässt. Und was die Reaktion kritischer Stimmen in den USA auf das Regierungshandeln ihres Präsidenten anbelangt, das soll abschließend an zwei Beispielen aufgezeigt werden. In einem Artikel von John W. und Nisha Whitehead mit dem Titel: „Leichter zu sterben. Schwerer zu wählen. Die manipulierte Architektur des Kriegsstaates“ vom 23. April 2026, der auf der Website des Ron Paul Instituts publiziert wurde, heißt es unter anderem: John W. und Nisha Whitehead: Präsident Donald Trump droht offen damit, weitere Kriegsverbrechen zu begehen. Hier sind wir jetzt. Fast zwei Monate nach Donald Trumps katastrophalem, nicht autorisiertem Krieg mit dem Iran befinden sich die Vereinigten Staaten im freien Fall. Die Wirtschaft kämpft. Inflation und Treibstoffpreise steigen. Amerikas Ansehen in der Welt erodiert von Tag zu Tag. Der Krieg selbst dreht sich in eine Spirale - an einem Tag drohen, Zugeständnisse am nächsten -, während die Trump-Regierung sich bemüht, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, eine lebenswichtige Wasserstraße, die stabil geblieben war, bis Trump uns rücksichtslos in diesen desaströsen Krieg drängte. In der Zwischenzeit löst sich die Regierung zu Hause auf. Korruption blüht. Und auf dem Blog „Moonofalabama.org“ vom 23. April 2026 heißt es: Moonofalabama.org: Die USA haben keine Option mehr, sind aber nicht bereit, ihre Niederlage einzuräumen. Jeden Tag nimmt der Schaden durch die iranische Blockade der Straße von Hormus zu. Der Konflikt hat sich bereits als störender für die globalen Energiemärkte erwiesen als die Ölkrise von 1973. Der Fallout geht weit über das Rohöl hinaus. In der Zwischenzeit kann, sollte und wird der Iran den Druck wahrscheinlich erhöhen. Der offensichtlichste Schritt ist, die Ansarollah (die Huthi) im Jemen zu bitten, das südliche Bab al-Mandeb-Outlet des Roten Meeres zu schließen. Dies würde weitere 5% der globalen Ölproduktion blockieren und damit den wirtschaftlichen Druck erhöhen. Es bedarf auch im Hinblick auf dieses Zukunftsszenario keines Expertenwissens, um erkennen zu können, dass der Weg zum Abgrund wirklich nicht mehr weit sein kann. Auch die Dauer des Waffenstillstands wird wohl nicht von langer Dauer sein, zumindest dann nicht, wenn der Kongress die Fortführung des Krieges billigen würde, die 60 Tage nach dem Beginn des Krieges einzuholen ist. Diese 60-Tagte-Frist dürfte am 28.. April 2026 abgelaufen sein. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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