|
Rodorf.de Spiegelsplitterwahrheiten
Inhaltsverzeichnis
Spiegelsplitterwahrheiten Wie viel Dummheit ertragen wir noch? Mittwoch, den 22. April 2026 Die Antwort auf diese Frage lautet: Die Belastungsgrenze ist noch längst nicht erreicht, denn Dummheit ist ein unausrottbarer Bestandteil der menschlichen Natur. Darüber hinausgehend verfügt Dummheit über die Fähigkeit, sich dem allgemeinen Fortschritt anpassen zu können. André Glucksmann: Dummheit – das sind wir. Und umgekehrt. Aus diesem Kreis gibt es kein Entrinnen. André Glucksmann. Die Macht der Dummheit, DVA 1985 – Seite 30 Die Frage, die die Existenz und die Bekämpfung von Dummheit betrifft, muss, diese Realität anerkennend, folglich anders gestellt werden. Etwa so: Wie viel Dummheit können wir noch zulassen, ohne dabei verrückt zu werden? Diese Frage stellen sich zurzeit in den USA immer mehr Menschen, denn seit heute - US-Präsident Donald Trump hat am 21. April 2026 den Notstand ausgerufen – können die davon betroffenen US-Amerikaner die Folgen präsidialer Inkompetenz einfach nicht mehr übersehen und erst recht nicht mehr schönreden, zumal der Krieg im Iran von einem geistig gesunden Präsidenten niemals geführt worden wäre. Warum? Experten hatten schon lange vor dem Beginn des Angriffs der USA auf den Iran vor den Folgen eines solchen Konflikts gewarnt, weil der Iran zu verhindern wüsste, als lebensfähiger Nationalstaat sozusagen auslöscht zu werden. Um das zu verhindern, sei damit zu rechnen, dass der Iran durch die Sperrung der Straße von Hormus die globale Energiesicherheit so nachhaltig stören würde, dass daraus eine Weltwirtschaftskrise entstehen könnte. Außerdem sei damit zu rechnen, dass der Iran in der Golfregion großflächig Energieerzeugungspotenziale zerstören würde, wenn er dazu gezwungen würde und für den Fall, dass Meerwasserentsalzungsanlagen und die Stromerzeugung zerstört würden, dadurch die gesamte Golfregion nicht mehr bewohnbar sein werde, zumal durch die Zerstörung lebenswichtiger Infrastruktur Flüchtlingsströme erzeugen würden, die nicht mehr zu beherrschen seien. Anders ausgedrückt: Die Kriegsentscheider in den USA wussten, dass der Iran das Potenzial dazu hat, so auf einen Angriffskrieg zu reagieren. Dennoch: Diese Mahnungen und Analysen wurden verworfen. An deren Stelle trat das Versprechen, sozusagen binnen weniger Stunden einen Regimewechsel im Iran herbeizubomben zu können. Dieses Versprechen hat sich als eine Lüge erwiesen. Auch wenn US-Präsident Donald Trump fast stündlich verbreiten lässt, dass die Straße von Hormus frei ist, ändert das nichts an der Tatsache, dass der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus weiterhin ausübt und nur solche Schiffe die Straße von Hormus passieren können, denen der Iran die Durchfahrt genehmigt. Daran vermag auch die Blockade der Blockade durch die US-Marine nichts grundlegend zu ändern. Und was Verhandlungen anbelangt? Der US-Präsident hat durch seine Unfähigkeit, diplomatische Lösungen überhaupt zu ermöglichen, sich in eine Position gebracht, die nachteiliger nicht sein könnte, als sie das zurzeit bereits ist. Warum? Sollte sich der US-Präsident dazu entscheiden, nach Ablauf der Waffenruhe, die am 22. April 2026 auslaufen wird, die Angriffe auf den Iran – mit oder ohne Israel – wieder aufzunehmen, wird der Iran von Anfang an keine andere Wahl haben, als sich sozusagen für eine „Enthauptungsantwort“ zu entscheiden, die dann auf jeden Fall aus iranischer Sicht erfolgreicher sein dürfte, als der gescheiterte „Enthauptungsschlag“ vom 28. Februar 2026, als ein Großteil der versammelten iranischen Führungselite in Teheran einem US-amerikanischen Bombenangriff zum Opfer fiel. Wie könnte solch eine "Enthauptungsantwort des Iran" auf erneute Angriffe auf die iranische Infrastruktur aussehen? Nicht nur die Energieerzeugungskapazitäten der regionalen Akteure wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait und Bahrain, die den USA weiterhin helfen werden, wenn es zu einem erneuten Waffengang kommt, werden dann wohl zerstört werden, was zur Folge haben wird, dass in der Golfregion dann kein trinkbares Wasser mehr zur Verfügung stehen wird, denn lebenswichtiges Wasser wird in der gesamten Golfregion überwiegend durch Meerwasser-Entsalzungsanlagen gewonnen. Aber auch die Hochhäuser werden unbewohnbar sein, wenn den Klimaanlagen der Strom zum Kühlen nicht mehr zur Verfügung steht, weil die dafür erforderliche Infrastruktur zerstört würden. Anders ausgedrückt: Städte wie Dubai und Abu Dhabi werden unbewohnbar werden. So auch Kuwait-Stadt, Riad und Manama. Alles, was die Herrscher dieser Golfstaaten im Laufe der letzten Jahrzehnte erreicht haben, wird dann wohl in Trümmern liegen. Geisterstädte werden an die Stelle blühender Metropolen treten und Urlaubsorte leere Wüstenstädte sein. Und was Israel anbelangt? Auch dort würde wohl durch iranische Raketen die kritische Infrastruktur zerstört, die das winzige Land Israel braucht, um als moderner Nationalstaat überleben zu können. Auch Israel deckt durch Entsalzung mittlerweile etwa 80 % seines Trinkwasserbedarfs aus dem Mittelmeer. Die Region um Tel Aviv ist ein zentraler Knotenpunkt für Israels fortschrittliche Wasserentsalzungstechnologie, die einen Großteil des Trinkwasserbedarfs des Landes deckt. Würde allein die Wasserentsalzungsanlage in Tel Aviv zerstört, dann wäre es mit der inneren Sicherheit in Israel wohl endgültig vorbei. Warum? Tel Aviv-Jaffa hat rund 468.000 Einwohner (Stand 2021) und ist damit die zweitgrößte Stadt Israels nach Jerusalem. Die Stadt ist das Zentrum des Ballungsraums Gusch Dan, in dem über 3 Millionen Menschen leben, was etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung Israels entspricht. Und wenn denen das Trinkwasser fehlt, dann werden sie fliehen müssen, denn ohne Trinkwasser ist ein Überleben nicht möglich. Die Frage die sich dann stellt lautet: Wohin? Das zu verhindern wäre klug. Davon will US-Präsident Donald Trump aber wohl nichts wissen wollen, möglicherweise über dieses Szenario aber auch gar nicht hinreichend informiert sein, weil ihm solche Informationen möglicherweise von seinen Beratern nicht nur vorenthalten werden, sondern er von seinen engsten Beratern vielmehr dazu ermuntern und auffordert, von der Notwendigkeit des Endsieges über den Iran bei jeder sich bietenden Gelegenheit in aller Öffentlichkeit zu schwadronieren. Dazu heißt es in einem Artikel von Larry C. Johnson, der am 21. April 2026 unter dem Titel „Steuert Trump auf Armageddon zu?“ auf der Website „Uncutnews.ch“ veröffentlicht wurde, wie folgt: Larry C. Johnson vom 21.4.2026: Ein jüngster Artikel des Wall Street Journal mit dem Titel: „Hinter Trumps öffentlicher Großspurigkeit im Krieg ringt er mit seinen eigenen Ängsten“, wird berichtet, dass Trumps Flut bizarrer, vulgärer und bedrohlicher Beiträge in sozialen Medien – etwa die Drohung, den Iran als Zivilisation auszulöschen (was den Einsatz von Atomwaffen impliziert) – lediglich ein Verhandlungsmanöver sei: Er wolle die Iraner davon überzeugen, dass er unberechenbar und zu allem fähig sei, um Iran zu Zugeständnissen zu bewegen. Wenn das wirklich Trumps Absicht ist, ist es spektakulär nach hinten losgegangen. Diese Unfähigkeit hat berechtigte Fragen über seine geistige Zurechnungsfähigkeit aufgeworfen. Wie dem auch immer sei: Die Grenze noch zu akzeptierender Dummheit ist überschritten. Wenn dieser Dummheit kein Halt geboten wird, nähert sich diese Welt einer Katastrophe. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
|