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Spiegelsplitterwahrheiten Der Rüstungswahn und seine Folgen Dienstag, den 21. April 2026 Das, was der Rüstungswahn bewirkt, das lässt sich seit Jahren sowohl in der Ukraine als auch im Nahen Osten beobachten und in drei Wörtern zusammenfassen: Tod, Leid und Elend. Seinen Höhepunkt hat er zurzeit wohl im Iran-Krieg gefunden, denn der hat sogar das Potential, atomar zu enden. Wie dem auch immer sei: Die Unfähigkeit zum Frieden macht es erforderlich, sich auf die Suche nach Antworten auf folgende Frage zu begeben: Warum können Menschen ihre schlimmsten Probleme weder heute, noch morgen und auch wohl noch nicht in 10 Jahren lösen? Die Antwort lautet: Weil die Lösung von Konflikten in den Händen von Staaten liegt, die nicht wollen, dass sie gelöst werden. Es hat somit keinen Zweck, für die Zunahme von Konflikten und Kriegen jeglicher Art diejenigen verantwortlich machen zu wollen, die gerade die Macht im Staat ausüben, denn so lange, wie Staaten existieren, werden solche Volksverführer immer wieder dazu bereit sein, den Kräften den Krieg zu ermöglichen, die ihn wollen, weil sie ihn brauchen, denn nur so lässt sich der Aufrüstungswahn in den Staaten der EU erklären, der zumindest zurzeit wohl nur noch ein Ziel kennt: möglichst schnell kriegstauglich zu werden. Das dies nicht der Wille der Völker ist, davon kann ausgegangen werden. Es wird sogar behauptet, dass die bisher schon Schwindel erregenden Rekord-Militärausgaben nicht ausreichen, um kriegsfähig zu werden und dass deshalb die Sozialausgaben geopfert werden müssen, um möglichst schnell dieses Ziel erreichen zu können. Viel Geld wird auch dafür benötigt, den Krieg in der Ukraine nicht enden zu lassen, denn wenn der enden würde, wäre ein wichtiger Grund entfallen, der den Rüstungswahn angeblich zu rechtfertigen vermag. Der ehemalige britische Diplomat Peter Ford (* 1947) sieht das anders. Er bezeichnet diesen Wahn als „Wohlfahrt für den Krieg“ und warnt vor der zerstörerischen Kraft der Vorbereitung auf einen Krieg. Seine Argumente lassen sich wie folgt zusammenfassen: Peter Ford sinngemäß: Wir sollten nicht mehr sehr viel Geld für das ausgeben, was man irreführend Verteidigung nennt. Wir wären sicherer, wenn wir weniger ausgeben würden, uns weniger postimperialer Haltung hingeben und versuchen würden, Konflikte zu entspannen, anstatt sie zu verschärfen. Besser für alle wäre es, das vernachlässigte und heruntergekommene Allgemeinwohl zu fördern, anstatt an einer Kriegspsychose zu verarmen, denn Kriegstreiberei erzeugt nicht nur noch mehr internationale Spannungen, sie erzeugt auch weitere irrationale Forderungen nach noch mehr Militarismus. Der Mann dürfte Recht haben. Warum? Der Begriff „Verteidigung“ ist heute zu einer politischen Leitidee geworden, die – wo immer es geht – schöngeredet und beschwört wird. Wie dem auch immer sei: In diesem Zusammenhang sei an ein berühmt gewordenes Zitat von Dwight D. Eisenhower, dem 34. Präsidenten der USA erinnert, der in seiner Abschiedsrede, seiner „Chance for Peace“-Rede, am 16. April 1953 sagte: Dwight D. Eisenhower: Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder. Ergänzend dazu heißt es in einem Artikel von Jan Schmidt zum Thema „Eisenhower und der Militärisch-Industrielle Komplex“ wie folgt: Jan Schmidt: Eisenhower hinterließ in seiner Abschiedsrede eine der eindringlichsten Warnungen der US-amerikanischen Geschichte. Seine Mahnung vor dem Militärisch-Industriellen Komplex war nicht nur ein Appell an die Bevölkerung, sondern auch das Eingeständnis eines Mannes, der selbst eine zentrale politische Figur im Rüstungsprozess war. Er war kein typischer Kritiker des Militärs, hatte er doch eine beeindruckende Karriere in der US-Armee vorzuweisen. Gerade weil Eisenhower das militärische Establishment aus erster Hand kannte, fand seine Warnung bei Anhängern, wie dem American Veterans Committee, Anklang. Er sah, wie sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine dauerhafte private Rüstungswirtschaft etabliert hatte, die nicht nur die Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten vor dem Kommunismus gewährleistete, sondern immer auch wirtschaftliche Profite sichern wollte. Auch heute gehört die Rüstungsindustrie zu den Hauptgewinnern eines wiedererwachten Rüstungswahns. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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