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Die Posts eines Wahnsinnigen sind keine (?) Aprilscherze

Mittwoch, den 1. April 2026

Bereits am 30. März 2026 veröffentlichte der US-Präsident Donald Trump auf „TrumpTruthOnX“ folgenden Post:

Die Vereinigten Staaten von Amerika führen ernsthafte Gespräche mit einem neuen und vernünftigeren Regime, um unsere Militäroperationen im Iran zu beenden. Es wurden große Fortschritte erzielt, aber sollte aus irgendeinem Grund nicht bald eine Einigung erzielt werden, was wahrscheinlich der Fall sein wird, und sollte die Straße von Hormus nicht umgehend wieder für den Verkehr freigegeben werden, werden wir unseren angenehmen Aufenthalt im Iran beenden, indem wir alle Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!), die wir bisher bewusst nicht angegriffen haben, sprengen und vollständig zerstören. Dies wird eine Vergeltung für unsere vielen Soldaten und andere sein, die der Iran während der 47-jährigen Schreckensherrschaft des alten Regimes massakriert und getötet hat. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Präsident Donald J. Trump
(TS: 30. März 07:26 ET)

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Einen Tag später, am 31. März 2026 heißt es in einer Meldung auf T-online.de unter der Überschrift „US-Präsident Trump ändert wohl erneut seine Kriegsziele“ wie folgt:

T-online.de vom 30.3.2026: US-Präsident Donald Trump hat signalisiert, dass er die Militäraktion gegen den Iran auch ohne eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus beenden will. In den vergangenen Tagen sei Trump zu dem Schluss gekommen, dass ein entsprechender Einsatz des US-Militärs den Konflikt deutlich über seinen geplanten Zeitraum verlängern würde, so das „Wall Street Journal“. Stattdessen wolle Trump die iranische Marine und deren Raketenarsenal schwächen und die aktuellen Kampfhandlungen herunterfahren.

An anderer Stelle heißt es:

Wenn wir gehen, wird die Straße automatisch offen sein“, erklärte Trump.

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Heute ist der 1. April des Jahres 2026. Trotz aller sich fast stündlich wechselnden Stimmungen  und Meinungen des US-Präsidenten bleibt zu hoffen, dass es sich bei dem zuletzt zitierten Satz nicht um einen vorgezogenen Aprilscherz handelt, weil sich zumindest in diesem Satz ein Körnchen Wahrheit befindet.

Wenn wir gehen, wird die Straße [gemeint ist die Straße von Hormus] automatisch offen sein“, erklärte Trump.

Wenn der US-Präsident mit „wenn wir gehen“ die Schließung aller Militärstützpunkte in den Golfstaaten meint und weitere völkerrechtswidrige Angriffe auf den Iran unterbleiben, könnte er recht haben.

Der US-Präsident würde durch den Rückzug auch vielen US-Amerikanern einen Herzenswunsch erfüllen. 

Bevor ich es vergesse: In einem Post des Präsidenten vom 31. März 2026 heißt es:

All jene Länder, die wegen der Straße von Hormus keinen Flugtreibstoff bekommen können, wie das Vereinigte Königreich, das sich weigerte, sich an der Enthauptung des Iran zu beteiligen, habe ich einen Vorschlag für Sie: Nummer 1 kaufen Sie von den USA, wir haben viel, und Nummer 2, bauen Sie etwas verzögerten Mut auf, gehen Sie zur Straße und nehmen Sie sich die einfach. Du musst anfangen zu lernen, wie du für dich selbst kämpfen kannst, die USA werden nicht mehr da sein, um dir zu helfen, so wie du nicht für uns da warst. Der Iran wurde im Wesentlichen dezimiert. Der schwierige Teil ist erledigt. Holen Sie sich Ihr eigenes Öl! Präsident DJT
(TS: 31 Mär 07:11 ET)​​​‍​​‌‍​​‌‍​​​​​​​‌‍​​​​‌‍​​​‌‍​​​​‌‍​​​​​‌‍​​​​​​​​​‌‍​​‌‍​​​​​​​​​​‌‍​​​​​​‌‍​​​​​​​‌‍​​​​​​​‌‍​​​​​​​​​​‌‍​​​​​​​​​‌‍​​​​‌‍​​​​​​‌‍
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Es scheint sich bei dem US-Präsidenten wohl die Einsicht durchgesetzt zu haben, dass es billiger ist, für die Nutzung der Straße von Humus zu bezahlen, als deren freie Nutzung zu erzwingen. Krieg ist einfach zu teuer.

Der Zickzackkurs eines Egomanen.

In Anlehnung an einen Artikel, der am 31. März 2026 auf der Website „Moonofalabama.org“ erschien, lässt sich das, was zur Straße von Hormus nach 32 Tagen Krieg im Iran zu sagen ist, wie folgt zusammenfassen:

In den 32 Tagen wechselte der US-Präsident seine Meinung zu: „Mein Krieg, dein Hormus-Problem ...“ wie folgt:

  1. Wir brauchen die NATO-Hilfe.

  2. Ich bin nicht überrascht, dass die NATO nicht hilft.

  3. Wir brauchen keine NATO-Hilfe mehr!

  4. Eigentlich haben wir nie NATO-Hilfe gebraucht.

  5. Wir brauchen Hilfe aus Japan, Australien und Korea.

  6. Die helfen auch nicht.

  7. Wir sind das mächtigste Land.

  8. Wir brauchen die Hilfe von niemandem.

  9. Die NATO ist ein Papiertiger ohne USA.

  10. Die USA brauchen nichts von der NATO, wir werden es nie vergessen.

  11. Es ist euer Problem, die Straße von Hormus zu öffnen.

Und was die Versorgung mit ÖL und Gas anbelangt heißt es:

Für diejenigen, die ihre Waren durch die Meerenge gehen lassen wollen, gibt es andere Möglichkeiten, sich mit Öl und Gas zu versorgen: Die USA verfügt darüber reichlich.

Vielleicht war dem US-Präsidenten bei seiner neuesten Entscheidung ja vielleicht schon das Gesetz bekannt, das mehr oder weniger zeitgleich im iranischen Parlament - die Passage durch die Straße von Hormus betreffend - erlassen wurde.

Hier die wesentlichen Regelungen im Überblick:

  • Der Iran wird den Schiffen, die die Straße von Hormus passieren, Mautgebühren auferlegen.

  • Bezahlt wird in nationaler Währung, in Rial.

  • Amerika- und zionistische Regime werden von der Durchreise durch die Straße ausgeschlossen.

  • Iranische Streitkräfte werden eine sichere Durchfahrt für Schiffe garantieren.

  • Länder, die einseitige Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, werden von der Nutzung der Straße von Hormus ausgeschlossen sein.

  • Der Iran wird den Oman einladen und bitten, Teil dieses neuen Rechtsregimes zu sein.

Dieses Gesetz löst mehrere Probleme:

Die Zahl der zukünftigen Passagen wird dazu beitragen, den Schaden beheben zu können, den der Krieg, den die USA und Israel gemeinsam gegen den Iran geführt haben, ausgleichen zu können. Die Zahlung in Rial wird die außergewöhnliche verringerte Währung des Iran aufwerten. Dies wird mehr Importe ermöglichen, die Inflation senken und das Einkommen der durchschnittlichen Menschen erhöhen.

Die Auswirkungen der einseitigen Sanktionen der USA und auch die der EU werden verdampfen, wenn Länder beschließen, ihnen nicht mehr zu folgen.

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Fazit: Es ist billiger für Asien und Europa, eine Maut von 10% zu zahlen,  als 100% zusätzlich zum vorherigen Preis aufgrund von Angebotslimits auf den Märkten. Auch der Preis, der für US-Importe zu zahlen sein wird, dürfte höher sein, als der Import von Öl, Gas und anderen Rohstoffen unter Nutzung der Straße von Hormus.

Sollte sich all dies als ein Aprilscherz herausstellen, werden die Karten wohl neu gemischt werden müssen.

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