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Spiegelsplitterwahrheiten Umkehr der Sanktionen - Russland gegen die EU Freitag, den 13. März 2026 Wer sanktioniert, darf sich nicht wundern, wenn der Sanktionierte sich genauso verhält und den Spieß einfach umdreht. Wie dem auch immer sei: Demokratie, verstanden als Herrschaft der Vielen über die Vielen, so kann es in den Federalist Papers nachgelesen werden, kommt einem Anschlag auf die Gesetze der Vernunft gleich. Nr. 55 Federalist Papers: In allen Versammlungen mit sehr vielen Teilnehmern, aus welcher Art von Menschen sie sich auch zusammensetzen, gelingt es der Leidenschaft doch immer, der Vernunft das Zepter zu entreißen. Wäre auch jeder athenische Bürger ein Sokrates gewesen, so wäre doch immer noch jede Versammlung der Athener eine des Pöbels gewesen. James Madison: Federalist Papers. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1993, Nr. 55, Seite 339 Aus dieser Einsicht lässt sich schließen, dass in repräsentativen Demokratien, in denen gewählte Abgeordnete das Volk vertreten, mehr Sachverstand anzutreffen ist, der dann aber auch wieder abnehmen muss, je größer das Parlament wird, das über eine Sache zu entscheiden hat. Solche Entscheidungen werden heute sowieso nicht mehr in den Parlamenten (von Einzelfällen einmal abgesehen), sondern von Regierungen initiiert und vorbereitet, über die es dann im Parlament nur noch abzustimmen gilt. Das gilt auch für die Entscheidungshierarchie in der EU. Hinsichtlich der EU-Verordnungen, die Sanktionen gegen Russland enthalten, weil dieses Land 2022 die Ukraine überfallen hat, kann sogar davon ausgegangen werden, dass zu dieser Thematik die EU-Kommission, die nicht gewählt wurde und wohl auch in Zukunft nicht gewählt werden wird, mehr zu sagen hat, als die im EU-Parlament anwesenden gewählten Parlamentarier. Anders ausgedrückt: Die Europäische Union hat als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine Reihe beispielloser Sanktionspakete verabschiedet, die fortlaufend durch Verordnungen des Rates und unter Einbeziehung des Parlaments verschärft werden. Bis Oktober 2025 wurden 19 Sanktionspakete auf den Weg gebracht. Anfang Februar 2026 hat die EU-Kommission ein 20. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, um den Druck im Zusammenhang mit dem immer noch andauernden Krieg gegen die Ukraine zu erhöhen. Ziel ist es, die Energieeinnahmen Russlands weiter zu senken und die Schattenflotte zu bekämpfen. Ziel der Sanktionen ist es, den Import von russischem Flüssigerdgas (LNG) ab 2027 vollständig zu unterbinden. Mit anderen Worten: Ab 2027 importiert die EU kein LNG mehr aus Russland. Zwischenzeitlich ist aber deutlich geworden, dass Russland durch Sanktionen nicht daran gehindert werden kann, den Krieg in der Ukraine fortzusetzen. Vielmehr wurde nachgewiesen, dass die eigentlichen Leidtragenden der Sanktionen diejenigen Länder sind, die solche Sanktionen sozusagen als „Kampfmittel“ eingesetzt haben und auch weiterhin einsetzen wollen. In diesem Sachzusammenhang hat die Kinderbuchautorin Ursula Wölfel sicherlich recht, wenn sie in ihren Büchern die Tante Mila sagen lässt: Unverhofft kommt oft, und: Erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt. Wer hätte sich auch vorstellen können, dass anlässlich des Iran-Krieges, der am 28. Februar 2026 begann, das aus Katar kommende LNG in Zukunft wohl kaum noch Deutschland erreichen wird und das aus den USA importierte LNG so teuer werden wird, dass die Wirtschaft darunter erheblich wird leiden müssen. Das heißt: Unverhofft kommt oft. Was ist zu tun? Die EU und auch die führenden Politiker in der EU sollten zwischenzeitlich verinnerlicht haben, dass Russland nicht darauf angewiesen ist, Gas nach Europa zu verkaufen. Das gilt auch für Flüssiggas, denn das benötigt die EU ja immer noch. Und wer dann noch so naiv ist, zu glauben, dass Russland so lange wartet, bis die Exportquelle geschlossen ist, der hat seinen Gegner offensichtlich unterschätzt. Putins Sanktionsangebot: In einem Artikel, der am 10. März 2026 auf „Apolut.net“ unter der Überschrift „Putin schockt EU“ veröffentlicht wurde, heißt es: Apolut.net: Flüssigerdgas-Lieferungen: EU kauft immer noch russisches LNG für Milliarden. Unter Bezugnahme auf die selbstmörderischen Sanktionen der EU-Kommission, die ab 25. April 2026 zusätzliche Öl- und Gas-Sanktionen gegen Russland verhängt und ab 1. Januar 2027 ein vollständiges Verbot für Importe von russischem Öl und Gas ausgesprochen hat, hat Putin den Kreml angewiesen, die Tür bereits vorher „zuzuschlagen“ und alle verfügbaren Öl- und Gaslieferungen an zuverlässigere Partner im wirtschaftlich aufstrebenden Asien umzuleiten. An anderer Stelle heißt es: Putin hat einzelnen europäischen Staaten noch ein Schlupfloch gelassen, wenn sie außerhalb der EU-Struktur bereit sind, bilaterale konstruktive, pragmatische Beziehungen zu Russland zu knüpfen um verlässliche, langfristige Verträge abzuschließen. Aber um die drohende Katastrophe in ihren Ländern abzuwenden, müssten sich die von Russenhassern durchsetzten Regierungen der großen EU-Staaten schnell besinnen, wozu die von der Realität abgehobenen EU-Eliten höchstwahrscheinlich nicht fähig sind. Da sich die Völker in der EU zwischenzeitlich daran gewöhnt haben, dass ihre politische Eliten – einschließlich der EU-Kommission – eher am Volk vorbei als für das Volk ihre Entscheidungen treffen, bleibt abzuwarten, wie einer Energiekrise begegnet werden soll, die ohne Erdgas und ohne LNG so schwerwiegende wirtschaftliche Folgen in der EU haben wird, dass sich dann wohl wieder die Stimmen im Volk mehren, die sich wie folgt zusammenfassen lassen: Neue Führer braucht das Land .... Führer mit viel mehr Verstand. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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