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Rodorf.de Spiegelsplitterwahrheiten
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Spiegelsplitterwahrheiten Veränderungen Freitag, den 6. März 2026 Die Dinge ändern sich, manchmal turbulent. Seit dem 28. Februar 2026 erleben wir täglich, wie sich ein Ereignis, gemeint ist der so genannten „Enthauptungsschlag gegen die Führungselite des Iran“, in einer atemberaubenden Geschwindigkeit verselbständigt und sichtbar werden lässt, dass menschliche Dummheit tatsächlich dazu in der Lage ist, sozusagen stündlich, die Wirklichkeit verändernde dramatische Entwicklungen einzuleiten, sogar weltweit. Wir werden unsere Denkgewohnheiten wohl daran anpassen müssen. Wir wissen zwar, dass es Jahrzehnte gegeben hat, in denen - an heutigen Maßstäben gemessen – eigentlich nichts passierte, zumindest nichts, was uns in Deutschland in Furcht, Angst und Schrecken versetzen konnte. Es gab aber auch Wochen in der Geschichte der Menschheit, in denen Jahrzehnte in Wochen passieren, so soll sich Wladimir Iljitsch Lenin (1870 bis 1924) im Hinblick auf die epochalen Veränderungen seiner Zeit geäußert haben. Wie dem auch immer sei: Über die Dauerhaftigkeit des Bestehenden und über die Vergänglichkeit des Seins wurde schon viel geschrieben. Bereits Heraklit wusste: Kein Mensch steigt jemals zweimal in denselben Fluss, denn es ist nicht einmal mehr der selbe Mensch, der in den Fluss steigt. Alles ist im Fluss (Panta Rhei). Seit dem 28. Februar 2026 wissen wir, dass sich dieser Fluss in einen Wasserfall verwandelt hat, dessen Gefährlichkeit noch gar nicht abzusehen ist. Auch Andrew P. Napolitano, ein ehemaliger Richter des Superior Court of New Jersey, der heute als leitender Justizanalyst bei Fox News Channel tätig ist, fragt sich angesichts dieser Ereignisse: Was ist hier eigentlich los? Seine Antwort: Andrew P. Napolitano: Was vor sich geht, das ist ein unmoralischer, verfassungswidriger und illegaler Krieg, der selbst gewählt und begonnen wurde. Dieser Krieg verstößt gegen die Genfer Konventionen und die Charta der Vereinten Nationen, bei denen es sich um Verträge handelt, an denen die USA selbst maßgeblich mitgewirkt haben und die an gerechte Kriege besonders strenge Maßstäbe setzen. Auf jeden Fall verbieten diese Verträge das Töten kleiner Mädchen und das Töten von Krankenhauspatienten. Und auch Jeffry Sachs und Eleanor Roosevelt betonen, dass die bereits zuvor genannten Verträge - nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs vereinbart – auf einer einfachen aber tiefgreifenden Idee beruhen, die da lautet: Gesetz und Respekt, nicht Gewalt, soll die Beziehungen zwischen den Staaten regeln. Diese Idee wird genau jetzt von der Nation zerstört, die sie am meisten bei der Gründung der UNO gefördert hat. Diese Ironie ist über alle Maßen bitter. Jeffry Sachs und Eleanor Roosevelt: Wir schließen mit zwei Beobachtungen. Erstens werden die Vereinigten Staaten keine globale Hegemonie erreichen oder die UNO töten. Die Welt ist zu groß, zu vielfältig und zu entschlossen, sich der Herrschaft einer einzelnen Macht zu widersetzen, die kaum mehr als 4 Prozent der Weltbevölkerung umfasst. [...]. Der Versuch der USA wird sicherlich scheitern, aber er könnte immenses Leid verursachen, bevor er es dazu kommt. Dass dieses Leid schon begonnen hat, das dürfte unübersehbar geworden sein. Dennoch: Der Zusammenbruch US-amerikanischer Selbstüberschätzung kann nur als ein Prozess verstanden werden, nicht vergleichbar mit dem diesen Prozess auslösenden „Enthauptungsschlag“, bei dem es sich tatsächlich um ein geschichtlich bedeutsames Ereignis gehandelt haben dürfte. Alles, was es braucht, um diesen Prozess hin zum Leid unumkehrbar zu machen, ist ein großes versunkenes Schiff, um die Straße von Hormus für Wochen oder gar Monate zu schließen. Und wenn sich dann auch noch, sozusagen als Reaktion auf den „Enthauptungsschlag“ und die Bombardierung von Teheran und anderen Orten, dieser Angriff dazu führt - was bereits der Fall ist - dass sich ein großer Prozentsatz der Bevölkerung mit dem Mullah-Regime solidarisiert, dann müssen sich die begrenzten Luftangriffe zu einem Bodenkrieg entwickeln, und ein Bodenkrieg ohne inländische Bündnisse würde sich für amerikanische Truppen in einen Sumpf verwandeln, auch wenn Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptet, dass es keinen Sumpf geben wird. Wenn das möglich sein sollte, dann dürfte das wohl als größter Zaubertrick der Trump-Regierung in die Geschichtsbücher eingehen. Warum? Ein Blick auf die Größenordnung des Irans macht das bereits deutlich:
Iran
Ukraine
Westeuropa Anders ausgedrückt: Den Iran mit Bodentruppen besiegen zu wollen, das grenzt nicht nur an Selbstüberschätzung, das ist Dummheit. Und wer meint, durch Einbeziehung der Kurden in diesen Krieg vermeiden zu können, dass US-Truppen dadurch ein Einmarsch erspart bleibt, bei dem handelt es sich um einen Traumtänzer. Brandon Smith: Wenn es nicht möglich ist [den Iran zu besiegen], dann wird das Ergebnis Chaos und ziviler Zusammenbruch im Iran sein, gefolgt von Balkanisierung, Stammeskriegen und weit verbreiteten Aufständen weit außerhalb der Grenzen des Landes. Der Versuch, das Chaos zu beseitigen, würde wahrscheinlich zu der gleichen gescheiterten Besatzung führen, die die USA im Irak und in Afghanistan erlebt haben. Das Chaos nimmt bereits Formen an Bereits am 4. März 2026 berichtet das jüdische Wochenmagazin Tacheles über Unruhen in Bahrain und wies darauf hin, dass ein länger währender Krieg mit Iran auch hier eine explosive Situation schaffen könnte. Und auf Timelinedaily.com hieß es bereits am Tag zuvor wie folgt: Die mehrheitlich schiitische Golfnation befindet sich in der Revolution gegen das herrschende Regime, das die Präsenz der US-Streitkräfte in Bahrain unterstützt. Und dass die Kosten dieses Krieges bereits jetzt, nach nur 5 Tagen Dauer , Schwindel erregende Höher erreicht haben, lässt sich daraus ableiten, dass darauf bereits die Finanzmärkte reagierten. Nur ein Beispiel: Drei Patriots, die etwas zusammen 9,6 Millionen Dollar kosten, müssen eingesetzt werden, um eine einzelne – wesentlich kostengünstigere – ballistische Rakete vom Himmel zu holen. Pepe Escobar: Es ist also kein Wunder, dass es nur vier Tage des Krieges des Epstein-Syndikats gegen Iran brauchte, damit das globale Finanzsystem völlig durchdrehte. 3,2 Billionen Dollar sind innerhalb von vier Tagen verdampft – und es geht weiter. Hinzu kommt der Schaden, den die fünfte Flotte in Bahrain bereits erlitten hat und auch der Hinweis muss erlaubt sein, das eine ballistische Rakete der Iraner ausreichte, um das 1,1-Milliarden-Dollar-Radar AN/FPS-132 auf der Al-Udeid-Luftwaffenbasis in Katar zu zerstören. In dieser höllischen Verflechtung von Energiekorridoren, Schifffahrtsrouten, globalen Lieferketten, maritimer Sicherheit und außer Kontrolle geratenen Ölpreisen können nur Pentagon-Clowns den Krieg bis September verlängern wollen. Asien, Europa und jeder Energieimporteur auf dem Schachbrett werden maximalen Druck für jede Form der Deeskalation ausüben. Irans asymmetrische Strategie wird unbeweglich bleiben und darin bestehen, den Krieg horizontal auszuweiten, um die Zeitlinie maximal strecken zu können, bis der damit verbundene wirtschaftlich-politische Druck für die USA unerträglich geworden ist. Hinweis: Pepe Escobar (*1954) ist ein brasilianischer Journalist, Autor und geopolitischer Analyst, der für seine Berichterstattung vor Ort aus Asien, dem Nahen Osten und Eurasien berichtet und international bekannt ist. Schlusssatz: Während Washington auf einen schnellen militärischen Erfolg hofft, zeichnet sich zunehmend ein anderes Szenario ab: ein Abnutzungskrieg, von dem wir sicher sein können, dass er alles verändern wird. Inhaltsverzeichnis Spiegelsplitterwahrheiten
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