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Home Inhaltsverzeichnis : Umgang mit der Demokratie

Die erste, zweite und dritte Befreiung Deutschlands

Inhaltsverzeichnis:

01 Spiegelsplitterwahrheiten
02 Wir leben in einer verrückten
Welt
03 America First ab 1796
04 Befreiung 1945
05 Befreiung 2025
06 Die Befreiung Amerikas
07 Nationale Sicherheitsstrategie der USA (NSS)
08 Die
NSS zu Europa
09 Aktualisierung der Monroe-Doktrin
10 Die zweite US-Befreiung – Meinungsfreiheit
11 GRANITE-ACT
12 Sicherheitsstrategie Deutschlands
13 Sicherheitsstrategie EU
14 Verrat am Rechtsstaat
15 Dritte Befreiung ist
überfällig
16 Immanuel Kant zum ewigen Frieden
17 Quellen

01 Spiegelsplitterwahrheiten

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Niemand weiß, was das ist, Wahrheit.

Wenn es die Wahrheit, für Menschen erkennbar geben würde, dann nur in Bruchstücken. In einer Legende heißt es: „Die Wahrheit war einst ein Spiegel in der Hand Gottes. Sie fiel und zerbrach in Stücke. Jeder nahm ein Stück davon, und sie schauten es an und dachten, sie hätten die Wahrheit [En01].“

Wie dem auch immer sei: Die Wahrheit definieren zu wollen kann nicht gelingen, wohl aber sich ihr in immerwährenden Bemühungen zumindest ein Stückchen weit anzunähern. Deshalb gleicht diese Suche auch eher einer Fahrt ins Ungewisse. Und weil das viele Menschen überfordert, leben sie lieber in einer verrückten Welt, denn das ist einfacher, als sich der Realität, der einzig existierenden Wahrheit, zu stellen.

02 Wir leben in einer verrückten Welt

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Die Medien pfeifen es wie die Spatzen vom Dach, denn allein ihre Überschriften suggerieren, dass die Welt – so wie sie zurzeit ist – aus allen Nähten auseinanderzubrechen droht. Das aber ist nichts wirklich Neues, denn dieses Auseinanderbrechen gibt es seit Menschengedenken, denn Krieg und Tötung, Vergewaltigung, Missbrauch von Kindern, Völkermord, Machtsuchende, Diebstahl, Folter, Versklavung, Hass und Mord, diese Gemeinheiten gab es schon gestern und die wird es auch heute und morgen geben. Das, was den Unterschied vom gestern zum heute ausmacht, das ist die Technologie. Mit KI, digitalen IDs, digitalisierten Systemen und fortschrittlichen Waffen ist es der Menschheit von heute wirklich gelungen, sich nicht nur gänzlich auszulöschen zu können, sondern auch rund um die Uhr zu überwachen. Anders ausgedrückt: Es ist, als ob das Ziel der Menschheit nicht darin besteht, sich selbst zu verbessern oder in Harmonie miteinander zu leben, sondern das Aussterben des Menschen, zumindest aber die Unterdrückung seiner Freiheit herbeizuführen, einfacher, schneller und unpersönlicher als das bisher der Fall gewesen ist.

Diese Welt, in der wir leben, ist verrückt. Es war schon immer so, aber das, was war, wird im Vergleich zu dem, was kommen wird, blass bleiben müssen, denn die Globalisierung, die totale Kontrolle, die künstliche Intelligenz und die Zerstörung der Familie werden eine Wirklichkeit schaffen, in der Menschen nichts mehr zu sagen haben werden.

Dennoch: Es bleibt noch Zeit, diesen Wahnsinn umzukehren. In der Hoffnung, dass diese Zeilen als eine Aufforderung verstanden werden, möglichst viele Spiegel-Wahrheitssplitter in sich aufzunehmen, um daraus eine öffentliche Meinung werden zu lassen, ist ein Gebot der Stunde ... weltweit. Es ist, anders ausgedrückt, wirklich an der Zeit, verrückt zu werden, denn nur in einer verrückten Welt können die Verrückten gesund sein.

03 America First ab 1796

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Aus der Sicht der Engländer handelte es sich bei den Kolonisten, die sich 1776 für unabhängig erklärten, um Verrückte, die es wagten, sich vom Mutterland England loszusagen. Diese Normalos konnten es dennoch nicht verhindern, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika von England für unabhängig erklärten, weil für die Kolonisten die Vereinigten Staaten von Amerika wichtiger waren, als die Interessen des englischen Königshauses.

George Washingtons Abschiedsbotschaft an das Volk der Vereinigten Staaten anlässlich seines bevorstehenden Rücktritts von der Präsidentschaft am 17. September 1796 beginnt mit dem folgenden Satz:

Da die Liebe zur Freiheit in jede Faser eueres Herzens hineingewebt ist, bedarf es keiner Mahnung meinerseits, die Liebe zu ihr zu stärken oder zu festigen.

An anderer Stelle heißt es:

Die Hauptregel unseres Verhaltens in Bezug auf fremde Nationen besteht darin, unsere wirtschaftlichen Beziehungen auszudehnen und mit ihnen [gemeint sind die fremden Nationen] so wenig wie möglich politische Beziehungen zu haben. Soweit wir bereits Verpflichtungen eingegangen sind, seien sie in vollkommen gutem Glauben erfüllt. Hiermit aber wollen wir uns bescheiden [En02].

Diese Rede macht bereits deutlich, dass die Vereinigten Staaten von Amerika bereits vor gut 250 Jahren davon überzeugt gewesen sind, dass die Interessen Amerikas immer an erster Stelle stehen.

Im Neusprech von heute: America First.

Donald Trump hat das Meme „America First!“, zumindest nicht erfunden. Vielmehr lassen sich die Ursprünge von America First der bereits in ihrer Gründungsphase ausmachen.

Ach ja, und dann gab es ja auch noch den nach innen gewandten populistischen „Jacksonianismus“ im Sinne des 7. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Andrew Jackson (1829 bis 1837), dessen Philosophie und Weltanschauung lässt sich ebenfalls mit zwei Wörtern beschreiben, die folgenden Wortlaut haben: Nationalistischer Isolationismus.

Darunter ist eine politische Überzeugung zu verstehen, die sich gegen Intervention, verbunden mit einer starken Ablehnung gegen die „missionarische Verbreitungsidee“, die Demokratie weltweit exportieren zu müssen, richtete. Dieser missionarische Eifer wurde aufgegeben und durch „America First“ und Souveränität ersetzt. Dass die native Americans unter diesem Präsidenten besonders zu leiden hatten, ist untrennbar mit der Zwangsumsiedlung von etwa 100.000 amerikanischen Ureinwohnern verbunden, die auf dem so genannten „Trail of Tears“ (Spur bzw. Pfad der Tränen) zu Tausenden den Tod fanden, erfroren oder verhungert.

Wie dem auch immer sei: Gut 200 Jahre später wiederholen sich längst in Vergessenheit (?) geratene Ideen aufs Neue.

04 Befreiung 1945

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Über die Frage, ob es tatsächlich nur die Amerikaner waren, die uns von der Nazidiktatur befreit haben, darüber lässt sich trefflich streiten.

Auschwitz wurde nicht von den Amerikanern, sondern von den Russen befreit und was die Opferzahlen anbelangt, die erbracht werden mussten, um die Nazidiktatur beenden zu können, machen die folgenden Zahlen deutlich, welchen Preis dafür die Amerikaner und welchen Preis dafür die Russen erbracht haben. Im Zweiten Weltkrieg starben etwa 405.000 bis 407.000 US-amerikanische Soldaten, wobei die Zahlen je nach Quelle leicht variieren. Im Gegensatz dazu starben im Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion schätzungsweise 27 bis 28 Millionen Menschen, die meisten davon Zivilisten, was die höchsten Verluste aller beteiligten Nationen darstellt; davon 9,75 Millionen Soldaten.

Als dann 1944 die US-Truppen den Kanal überquerten und in der Normandie landeten, bekannt als der D-Day vom 6.6.1944, hatten die Russen bereits die Deutschen aus Russland vertrieben, zwangen aber immer noch gut 80 Prozent der deutschen Truppen dazu, ihren Vormarsch aufzuhalten [En03].

Die sich daraus ergebenden Vorteile für die Befreiung der Deutschen durch die Westalliierten könnte F. D. Roosevelt am 19. August 1944 zu dem nachfolgend zitierten Statement bewogen haben:

F. D. Roosevelt 1944: „Ich bin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gewillt zu sagen, dass wir nicht beabsichtigen, die deutsche Nation zu vernichten [En04].“

So hören sich wohl kaum die Worte eines Befreiers an. Wie dem auch immer sei:

Howard Zinn: Der Historiker Gabriel Kolko schließt aus den Ergebnissen einer intensiven Untersuchung der amerikanischen Politik in der Kriegszeit (The Politics of War), dass „das wirtschaftliche Kriegsziel Amerikas in der Rettung des Kapitalismus zu Hause und im Ausland“ bestand. Im April 1944 sagte ein Beamter des Außenministeriums: „Wie Sie wissen, müssen wir mit einer enormen Steigerung der Produktion in diesem Land nach dem Krieg rechnen, und der amerikanische Inlandsmarkt kann diese Produktion nicht unbegrenzt aufnehmen. Es kann keinen Zweifel daran geben, dass wir weit größere Auslandsmärkte brauchen [En05].“

An anderer Stelle schreibt Howard Zinn, die Zielvorstellungen der USA nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges thematisierend, Folgendes:

Howard Zinn: Was die Länder nach dem Krieg an Wirtschaftsunterstützung benötigen [gemeint sind die Länder im Westen, die von den Westalliierten besetzt werden würden], wurde bereits in politischem Maßstab bemessen. Averell Harriman, Botschafter in Russland, sagte im Frühjahr 1944: „Wirtschaftshilfe ist eine der effektivsten Waffen, die uns zur Verfügung stehen, um die politischen Geschehnisse in Europa in die Richtung zu lenken, die wir wünschen.“

An anderer Stelle heißt es:

Howard Zinn: Der Marshall-Plan von 1948, der innerhalb von vier Jahren 16 Milliarden Dollar Wirtschaftshilfe an die westeuropäischen Staaten verteilte, hatte ein wirtschaftliches Ziel: europäische Märkte für amerikanische Exporte aufzubauen.

Nach der Verabschiedung des Marshall-Plans in den USA zitiert Howard Zinn Trumans Außenminister Dean Acheson wie folgt:

Howard Zinn: Diese Maßnahmen für Hilfe und Wiederaufbau beruhen nur zu einem Teil auf Humanitarismus. Dass Ihr Kongress heute einen Plan für Hilfe und Wiederaufbau autorisiert hat und Ihre Regierung ihn ausführen wird, geschieht primär aus reinem nationalen Eigennutz [En06].

Anders ausgedrückt: Die USA hatten ein großes Interesse daran, zu verhindern, dass sich der Kommunismus in den westeuropäischen Ländern ausbreiten konnte. Neben der Wirtschaftshilfe sorgte auch die wachsende amerikanische Militärpräsenz in den westeuropäischen Ländern dazu, den Kommunismus einzufrieden.

Howard Zinn: Von 1952 an war Auslandshilfe immer deutlicher darauf ausgerichtet, militärische Macht in nicht-kommunistischen Ländern aufzubauen. In den folgenden 10 Jahren sollten von den 50 Milliarden Dollar Wirtschaftshilfe der Vereinigten Staaten an 90 verschiedene Staaten lediglich fünf Milliarden Dollar zur nicht-militärischen Entwicklung eingesetzt werden.

Kurzum: 1991 war es geschafft: Der Kommunismus galt als besiegt, die Demokratie hatte gesiegt, das Ende der Geschichte war sozusagen erreicht, denn etwas Besseres als die Demokratie unter amerikanischer Vorherrschaft war schlichtweg nicht denkbar. Der unmittelbar nach Kriegsende begonnene Kalte Krieg endete 1991 mit dem Zusammenbruch der UdSSR. Das Ziel amerikanischer Vorherrschaft schien erreicht. 30 Jahre reichten aus, um diesen Irrtum nicht nur zu erkennen, sondern die Amerikaner wieder dazu zu bewegen, sich weniger um die Welt und mehr um ihr eigenes Land zu kümmern. Die neue Parole hieß und heißt deshalb heute wieder: Amerika First. Diese Parole ist zwar nicht neu, obwohl Donald Trump vorgeworfen wird, diese populistische Parole erfunden zu haben.

05 Befreiung 2025

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Mit dieser Überschrift sind zwei Befreiungen gemeint, die eine Befreiung ist sozusagen eine Selbstbefreiung, die darin besteht, die Rolle der amerikanischen Weltpolizei, verbunden mit dem Glauben daran, die ganze Welt demokratisch missionieren zu müssen, aufgegeben zu haben. Die Befreiung aus amerikanischer Sicht heißt: Zurück zu den Wurzeln. Amerika First.

Die zweite Befreiung betrifft nicht nur Deutschland, sondern alle der NATO zugehörigen westeuropäischen Staaten, die Donald Trump sozusagen beharrlich, eindringlich und nachhaltig dazu auffordert, endlich erwachsen zu werden.

Insbesondere für Deutschland wird das nicht einfach sein. Warum? Erinnert sei in diesem Sachzusammenhang an den berühmten Ausrutscher von Wolfgang Schäuble, einem der Unterzeichner des deutschen Einheitsvertrages, der als Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Ende November 2011 auf dem „European Banking Congress“ in der Alten Oper in Frankfurt am Main sagte.

Wolfgang Schäuble: „Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen [En07].“

Daran dürfte sich im Kern auch heute noch nichts geändert haben, auch wenn darüber nicht öffentlich gesprochen wird.

Wie dem auch immer sei: In Deutschland sind derzeit rund 37.000 bis 38.000 US-Soldaten stationiert, was das größte Kontingent der US-Streitkräfte in Europa darstellt. Die Rechtsstellung dieser Streitkräfte ist im Nato-Truppenstatut (NTS) und dem Zusatzabkommen (ZA-NTS) geregelt. US-Soldaten genießen Immunität vor der deutschen Gerichtsbarkeit und der Strafverfolgung bei dienstlichen Handlungen. Sie unterliegen aber grundsätzlich dem US-Militärrecht, während deutsches Recht auf den Stützpunkten (z.B. Ramstein, Grafenwöhr) grundsätzlich gilt, aber Einschränkungen unterliegt. Zivilisten der US-Streitkräfte und ihre Familienangehörigen haben ebenfalls besondere Rechte, und die deutsche Bundesregierung übernimmt teils die Gehälter bei US-Haushaltssperren.

Anders ausgedrückt: Wolfgang Schäuble wusste, wovon er sprach, auch wenn dieser Ausrutscher für Verwirrung sorgte und schnell vergessen werden musst.

06 Die Befreiung Amerikas

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Das, was Donald Trump unter der Befreiung Amerikas versteht, lässt sich in Anlehnung an einen lesenswerten Aufsatz, der am 6.12.2025 auf der Website des Ron Paul Institute for Peace and Prosperity erschien, wie folgt zusammenfassen:

Ron Paul Institute: Das ist groß. Die letzte Nationale Sicherheitsstrategie der USA wurde gerade veröffentlicht und die Neuausrichtung auf die westliche Hemisphäre (d.h. Amerika) wird bestätigt. Das Dokument legt dies eindeutig als oberste Priorität der USA fest und sagt, dass die USA nun „der Monroe-Doktrin“ eine „Trump-Nachbildung“ behaupten und durchsetzen werden.

In der Tat, das Dokument erwähnt ausdrücklich, ich denke zum ersten Mal überhaupt, dass die US-Politik jetzt nicht mehr auf „traditioneller, politischer Ideologie beruht“ sondern dass Amerika „gute Beziehungen und friedliche Handelsbeziehungen mit den Nationen der Welt sucht, ohne ihnen einen demokratischen oder anderen gesellschaftlichen Wandel aufzuerlegen, der sich stark von ihren Traditionen und Geschichten unterscheidet“

Und: Die USA will „gute Beziehungen zu Nationen anstreben, deren Herrschaftssysteme sich von unseren unterscheiden“.

Das ist eine ziemlich atemberaubende Abkehr von der Rhetorik der letzten Jahrzehnte. Wir alle wussten das, aber es ist jetzt deutlich, dass die Ära des missionarischen liberalen Internationalismus in der US-Außenpolitik tot und begraben ist [En08].

07 Nationale Sicherheitsstrategie der USA (NSS)

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Die bisher veröffentlichte Nationale Sicherheitsstrategie umfasst 33 Seiten, eine umfassendere Ausführung wurde bisher noch nicht publiziert. Da aber auch 33 Seiten eine längere Lesedauer voraussetzt, die nicht jedermann zu erbringen bereit ist, werde ich im Folgenden die für mich wichtigsten Sätze der NSS zitieren:

Vorwort

  • Amerika ist wieder stark und wird wieder respektiert – und deshalb schaffen wir Frieden auf der ganzen Welt. Bei allem, was wir tun, stellen wir Amerika an erste Stelle.

  • Der Zweck der Außenpolitik ist der Schutz der zentralen nationalen Interessen; das ist der einzige Schwerpunkt dieser Strategie.

  • Die Angelegenheiten anderer Länder gehen uns nur dann etwas an, wenn ihre Aktivitäten unsere Interessen direkt bedrohen.

II. Was sollten die Vereinigten Staaten anstreben?

  • Wir wollen die vollständige Kontrolle über unsere Grenzen, über unser Einwanderungssystem und über die Verkehrsnetze, über die Menschen legal und illegal in unser Land kommen.

  • Wir wollen eine Welt, in der Migration nicht nur „geordnet“ ist, sondern in der souveräne Staaten zusammenarbeiten, um destabilisierende Bevölkerungsströme zu stoppen, anstatt sie zu fördern, und die vollständige Kontrolle darüber haben, wen sie aufnehmen und wen nicht.

  • Kein Gegner und keine Gefahr sollten Amerika in Gefahr bringen können.

  • Wir wollen die weltweit stärkste, tödlichste und technologisch fortschrittlichste Armee rekrutieren, ausbilden, ausrüsten und einsetzen, um unsere Interessen zu schützen, Kriege zu verhindern und – falls nötig – schnell und entschlossen zu gewinnen, mit möglichst geringen Verlusten für unsere Streitkräfte.

  • Wir wollen die weltweit robusteste industrielle Basis.

  • Wir wollen den weltweit robustesten, produktivsten und innovativsten Energiesektor.

  • Wir wollen die unvergleichliche „Soft Power“ der Vereinigten Staaten bewahren, durch die wir weltweit positiven Einfluss ausüben, der unseren Interessen dient.
    Hinweis Soft Power: Darunter ist die Einflussnahme in den internationalen Beziehungen auf der Grundlage kultureller Attraktivitäten, ideologischer Überzeugungen sowie durch entsprechende Maßnahmen Internationaler Institutionen zu verstehen, die amerikanische Interessen fördern. Zentrales Merkmal der Soft Power ist die Machtausübung durch die Beeinflussung der Ziele politischer Akteure, ohne dass dazu (wirtschaftliche) Anreize oder (militärische) Bedrohungen eingesetzt werden.

  • Schließlich wollen wir die Wiederherstellung und Wiederbelebung der geistigen und kulturellen Gesundheit Amerikas, ohne die langfristige Sicherheit unmöglich ist.

  • Dies kann nicht ohne eine wachsende Zahl starker, traditioneller Familien erreicht werden, die gesunde Kinder großziehen.

  • Wir wollen den anhaltenden Schaden, den ausländische Akteure der amerikanischen Wirtschaft zufügen, stoppen und rückgängig machen.

  • Wir wollen unsere Verbündeten dabei unterstützen, die Freiheit und Sicherheit Europas zu bewahren und gleichzeitig das Selbstbewusstsein der europäischen Zivilisation und die westliche Identität wiederherzustellen.

Welche Mittel stehen den USA zur Verfügung, um diese Ziele zu erreichen?

  • Wir streben gute Beziehungen und friedliche Handelsbeziehungen mit den Nationen der Welt an, ohne ihnen demokratische oder andere soziale Veränderungen aufzuzwingen, die sich stark von ihren Traditionen und ihrer Geschichte unterscheiden.

  • Wir erkennen an und bekräftigen, dass es nichts Inkonsequentes oder Heuchlerisches ist, nach einer solchen realistischen Einschätzung zu handeln oder gute Beziehungen zu Ländern zu pflegen, deren Regierungssysteme und Gesellschaften sich von unseren unterscheiden, auch wenn wir gleichgesinnte Freunde dazu drängen, unsere gemeinsamen Normen aufrechtzuerhalten und damit unsere Interessen zu fördern.

  • Die Vereinigten Staaten werden ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen und in ihren Beziehungen zu anderen Nationen diese ermutigen, ebenfalls ihre eigenen Interessen zu priorisieren.

  • Die Vereinigten Staaten werden ihre Souveränität ohne Wenn und Aber schützen. Dazu gehört, dass wir ihre Aushöhlung durch transnationale und internationale Organisationen verhindern, ebenso wie Versuche ausländischer Mächte oder Organisationen, unsere Meinungsäußerung zu zensieren oder die Meinungsfreiheit unserer Bürger einzuschränken.

  • Wir wollen, dass unsere Verbündeten reich und leistungsfähig sind, dass aber setzt voraus, dass auch unsere Verbündeten erkennen, dass es in ihrem Interesse liegt, dass die Vereinigten Staaten ebenfalls reich und leistungsfähig bleiben.

  • Insbesondere erwarten wir von unseren Verbündeten, dass sie einen weitaus größeren Teil ihres Bruttoinlandsprodukts für ihre eigene Verteidigung ausgeben, um die enormen Ungleichgewichte auszugleichen, die sich über Jahrzehnte hinweg durch die viel höheren Ausgaben der Vereinigten Staaten angesammelt haben.

  • In all unseren Grundsätzen und Handlungen müssen Amerika und die Amerikaner immer an erster Stelle stehen.

  • Die Ära der Masseneinwanderung ist vorbei. Die Grenzsicherheit ist das wichtigste Element der nationalen Sicherheit. Wir müssen unser Land vor Invasionen schützen, nicht nur vor unkontrollierter Migration, sondern auch vor grenzüberschreitenden Bedrohungen wie Terrorismus, Drogen, Spionage und Menschenhandel.

  • Wir wollen:
    eine Neuausrichtung durch Frieden:
    die Wiederbelebung unserer Verteidigungsindustrie:
    im Energiesektor dominieren.

  • Wir lehnen die katastrophalen Ideologien des „Klimawandels“ und der „Klimaneutralität“ ab, die Europa so sehr geschadet haben, die Vereinigten Staaten bedrohen und unsere Gegner subventionieren.

  • Nach Jahren der Vernachlässigung werden die Vereinigten Staaten die Monroe-Doktrin wieder geltend machen und durchsetzen, um die Vorrangstellung Amerikas in der westlichen Hemisphäre wiederherzustellen und unser Heimatland sowie unseren Zugang zu wichtigen geographischen Gebieten in der gesamten Region zu schützen.

  • Die Vereinigten Staaten müssen ihre militärische Präsenz in der westlichen Hemisphäre überdenken.

  • Die Vereinigten Staaten müssen in der westlichen Hemisphäre eine herausragende Stellung einnehmen, um unsere Sicherheit und unseren Wohlstand zu gewährleisten.

  • Um unsere Hemisphäre erfolgreich zu schützen, ist auch eine engere Zusammenarbeit zwischen der US-Regierung und der amerikanischen Privatwirtschaft erforderlich. Alle unsere Botschaften müssen sich der wichtigen Geschäftsmöglichkeiten in ihrem Land bewusst sein, insbesondere der großen Regierungsaufträge. Jeder US-Regierungsbeamte, der mit diesen Ländern zu tun hat, sollte verstehen, dass es zu seinen Aufgaben gehört, amerikanischen Unternehmen dabei zu helfen, wettbewerbsfähig zu sein und erfolgreich zu sein.

08 Die NSS zu Europa

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Diesbezüglich heißt es in der Nationalen Sicherheitsstrategie der USA 2025 wie folgt:

  • Zu den größeren Problemen, mit denen Europa konfrontiert ist, gehören die Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Gremien, die die politische Freiheit und Souveränität untergraben, die Migrationspolitik, die den Kontinent verändert und Konflikte schafft, die Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition, der Einbruch der Geburtenraten sowie der Verlust der nationalen Identität und des Selbstbewusstseins.

  • Sollten sich die aktuellen Trends fortsetzen, wird der Kontinent in 20 Jahren oder weniger nicht mehr wiederzuerkennen sein. Daher ist es alles andere als sicher, dass bestimmte europäische Länder über eine ausreichend starke Wirtschaft und Streitkräfte verfügen werden, um weiterhin verlässliche Verbündete zu sein. Viele dieser Nationen verfolgen derzeit ihren bisherigen Kurs mit noch größerem Nachdruck. Wir möchten, dass Europa europäisch bleibt, sein zivilisatorisches Selbstbewusstsein zurückgewinnt und seine fehlgeleitete Fokussierung auf erstickende Regulierung aufgibt.

  • Dieser Mangel an Selbstvertrauen zeigt sich am deutlichsten in den Beziehungen Europas zu Russland. Die europäischen Verbündeten genießen gegenüber Russland in fast jeder Hinsicht einen erheblichen Vorteil an Hard Power, mit Ausnahme von Atomwaffen. Infolge des Krieges Russlands in der Ukraine sind die Beziehungen Europas zu Russland nun stark beeinträchtigt, und viele Europäer betrachten Russland als existentielle Bedrohung. Die Gestaltung der europäischen Beziehungen zu Russland wird ein erhebliches diplomatisches Engagement der USA erfordern, sowohl um die Bedingungen für strategische Stabilität auf dem eurasischen Kontinent wiederherzustellen als auch um das Risiko eines Konflikts zwischen Russland und europäischen Staaten zu mindern.

  • Es liegt im zentralen Interesse der Vereinigten Staaten, eine rasche Beendigung der Feindseligkeiten in der Ukraine auszuhandeln, um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren, eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Krieges zu verhindern, die strategische Stabilität mit Russland wiederherzustellen und den Wiederaufbau der Ukraine nach Beendigung der Feindseligkeiten zu ermöglichen, damit sie als lebensfähiger Staat überleben kann.

  • Eine große Mehrheit der Europäer wünscht sich Frieden, doch dieser Wunsch schlägt sich nicht in der Politik nieder, was zum großen Teil auf die Untergrabung demokratischer Prozesse durch diese Regierungen zurückzuführen ist.

  • Amerika ermutigt seine politischen Verbündeten in Europa, diese Wiederbelebung des Geistes zu fördern, und der wachsende Einfluss patriotischer europäischer Parteien gibt in der Tat Anlass zu großem Optimismus.

  • Unser Ziel sollte es sein, Europa dabei zu helfen, seinen derzeitigen Kurs zu korrigieren. Wir brauchen ein starkes Europa, das uns dabei hilft, erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen, und das mit uns zusammenarbeitet, um zu verhindern, dass ein Gegner Europa dominiert.

  • Langfristig ist es mehr als plausibel, dass spätestens in einigen Jahrzehnten bestimmte Nato-Mitglieder mehrheitlich nicht-europäisch sein werden.

Die Ausführungen zu China, zu Israel und zu Afrika sind im hier zu erörternden Sachzusammenhang von nachgeordneter Bedeutung. Trotzdem: Ganze sechs Seiten – so viel wie keinem anderen Themenpunkt – widmet die NSS Asien oder besser gesagt dem Rivalen China. In der NSS wird deutlich, dass die USA beabsichtigen, ihre „Partner“ in Südostasien und im Westpazifikraum stärker gegen China in die Pflicht zu nehmen, insbesondere Australien, Taiwan, Südkorea und Japan.

  • In Zukunft werden wir die wirtschaftlichen Beziehungen Amerikas zu China neu ausbalancieren und dabei Gegenseitigkeit und Fairneß in den Vordergrund stellen, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit Amerikas wiederherzustellen. Der Handel mit China sollte ausgewogen sein und sich auf nicht sensible Faktoren konzentrieren. Wenn Amerika auf Wachstumskurs bleibt – und dies unter Aufrechterhaltung einer wirklich für beide Seiten vorteilhaften Wirtschaftsbeziehung mit Peking aufrechterhalten kann –, sollten wir von unserer derzeitigen 30-Billionen-Dollar-Wirtschaft im Jahr 2025 auf 40 Billionen Dollar in den 2030er Jahren kommen, was unser Land in eine beneidenswerte Position versetzt, um unseren Status als weltweit führende Wirtschaftsmacht zu behaupten. Unser oberstes Ziel ist es, die Grundlage für langfristige wirtschaftliche Vitalität zu schaffen.

  • Wichtig ist, daß dies mit einem starken und kontinuierlichen Fokus auf Abschreckung einhergeht, um Kriege im indopazifischen Raum zu verhindern.

Die Nationale Sicherheitsstrategie der USA im deutschen Wortlaut

09 Aktualisierung der Monroe-Doktrin

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In der NSS wird Bezug auf die Monroe-Doktrin entnommen. Anders ausgedrückt: Die NSS lässt sich durchaus als eine trumpsche Fortsetzung der Monroedoktrin verstehen, die in einer Zeit vor unserer Zeit, nämlich am 2. Dezember 1823 verabschiedet wurde. Dort heißt es unter anderem:

Monroe-Doktrin: An den Kriegen der europäischen Mächte, an Angelegenheiten, die diese selbst betreffen, haben wir nie teilgenommen, noch verträgt sich das mit unserer Politik. Erst wenn Eingriffe in unsere Rechte vorkommen, oder wenn diese ernstlich bedroht sind, nehmen wir Unrecht übel oder treffen Maßnahmen zu unserer Verteidigung. [...]. Das politische System der alliierten Mächte ist in dieser Hinsicht von dem Amerikas völlig verschieden. [...]. Wir sind es daher der Aufrichtigkeit und den freundlichen Beziehungen, die zwischen den Vereinigten Staaten und jenen Mächten walten, schuldig, zu erklären, dass wir jeden Versuch von ihrer Seite, ihr System auf irgendeinen Teil dieser Hemisphäre auszudehnen, als für unseren Frieden und unsere Sicherheit gefährlich ansehen würden. Unsere Politik Europa gegenüber, zu der wir uns in einem früheren Stadium der Kriege bekannt haben, die solange diesen Erdteil erschüttert haben, bleibt nichtsdestoweniger dieselbe, nämlich, dass wir uns in die inneren Verhältnisse irgendeiner seiner Mächte nicht einmischen, dass wir die de facto bestehende Regierung als die für uns legitime Regierung ansehen, mit ihr freundschaftliche Beziehungen pflegen und diese Beziehungen durch eine offene, feste und männliche Politik pflegen, wobei wir in allen Fällen den gerechten Ansprüchen jeder Macht entgegenkommen, Unrecht aber von keiner Macht hinnehmen werden.

Monroe-Doktrin 1823

Hinweis: Am 2. Dezember 1823 hielt US-Präsident James Monroe eine Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress. Zwei Jahre zuvor hatte Mexiko seine Unabhängigkeit von Spanien verkündet und in Südamerika zeichnete sich die militärische Niederlage der iberischen Kolonialmacht ab. Monroe warnte die europäischen Staaten vor dem Versuch, die verlorenen Kolonien zurückzuerobern oder sich in die Angelegenheiten der neuen Staaten einzumischen. Die von ihm formulierten und später ergänzten Prinzipien werden seit 1853 als Monroe-Doktrin bezeichnet. Seit fast 200 Jahren bilden sie einen Eckpfeiler der Außenpolitik der Vereinigten Staaten.

In Lateinamerika gelten sie hingegen als Wahrzeichen des US-Imperialismus [En09].

Mit der Aussage, Europa stehe vor der „Auslöschung der Zivilisation“, positioniert sich Trumps neue Sicherheitsstrategie rechts vom extremen rechten Flügel in Europa.

10 Die zweite US-Befreiung – Meinungsfreiheit

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Der Originaltext des 1. Zusatzes zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika lautet in der deutschen Übersetzung wie folgt:

Wikipedia: Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, das eine Einrichtung einer Religion zum Gegenstand hat oder deren freie Ausübung beschränkt, oder eines, das Rede- und Pressefreiheit oder das Recht des Volkes, sich friedlich zu versammeln und an die Regierung eine Petition zur Abstellung von Missständen zu richten, einschränkt.

Nun ist es auch in der amerikanischen Geschichte Zeiten so, dass in diesen Zeiten nur solche Meinungen vertreten werden durften, die die der Regierung genehm waren. Zur Zeit des Ersten Weltkrieges war es in den USA zum Beispiel so, dass eine große Anzahl gegen eine Beteiligung der USA an diesem Krieg war und sogar in Massen auf der Straße gegen eine Beteiligung der USA an diesem Krieg demonstrierten. Um dieser Entwicklung ein Ende zu bereiten, erließ der Kongress im Juni 1917 das Spionagegesetz. Das, was in diesem Gesetz geregelt wurde, das beschreibt Howard Zinn wie folgt:

Spionagegesetz 1917: [Dieses Gesetz] enthielt eine Klausel, die Gefängnisstrafen von bis zu 20 Jahren für jeden vorsah, der „vorsätzlich Ungehorsam, Illoyalität, Meuterei oder Verweigerung des Dienstes im Heer oder der Marine der Vereinigten Staaten verursachte oder versuchte zu verursachen, oder der absichtlich den Rekrutierungs- und Anwerbungsdienst der USA behinderte, während sich die Vereinigten Staaten im Krieg befanden. [...]. Es enthielt sogar einen Passus, der besagte: „Kein Teil dieses Abschnitts darf so ausgelegt werden, dass er ... irgendeine Diskussion, Kommentierung oder Kritik an den Handlungen oder der Politik der Regierung ... begrenzt oder unterbindet [En10].

Hinweis: Die USA traten am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg ein, nachdem sie lange neutral geblieben waren, weil die Widerstände gegen einen Kriegseintritt bedeutsam waren.

Howard Zinn: Am Tag nachdem der Kongress den Krieg erklärt hatte, kam die sozialistische Partei zu einem Nottreffen in St. Louis zusammen und nannte die Erklärung „ein Verbrechen gegen das Volk der Vereinigten Staaten“. Im Sommer 1917 zogen sozialistische Antie-Kriegs-Versammlungen in Minnesota große Menschenmengen an [...] die gegen den Krieg, den Einberufungsbefehl und die Kriegsgewinnlerei protestierten [En11].

Es wurden in den USA sogar Patrouillen gebildet, im Deutschland von heute würde man von Bürgerwehren sprechen, um staatsgefährdende Reden auf der Straße ein Ende zu bereiten. Für den 1. Zusatz der Verfassung interessierte sich damals niemand. Sogar der Oberste Gerichtshof erkannte durch das Spionagegesetz keinen Verstoß gegen den 1. Zusatz in der Verfassung.

Wie dem auch immer sei: Nach dem Zweiten Weltkrieg – in der so genannten McCarthy-Ära, war es in den USA wiederum sehr gefährlich, eine andere Meinung als die offiziell geduldete Meinung zu vertreten. Joseph McCarthy gehörte der Republikanischen Partei an und wurde bekannt durch seine von 1950 bis 1954 dauernde Kampagne gegen eine angebliche Unterwanderung des Regierungsapparates der Vereinigten Staaten durch Kommunisten und Homosexuelle. Im Gegensatz dazu wird in den USA von heute, dem 1. Zusatz in der Verfassung wieder eine herausragende Bedeutung zugesprochen, soweit damit Regierungsinteressen gemeint sind, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass es gerade die kapitalstärksten Unternehmen weltweit sind, die ihr Geld mit der Verbreitung von Meinungen, Botschaften, Informationen und Bots aller Art verdienen.

Wie dem auch immer sei: Heute wird in den USA die Meinungsfreiheit als ein zu verteidigender demokratischer Grundwert angesehen. Den europäischen Partnern wird sogar vorgeworfen, es mit der Meinungsfreiheit nicht mehr allzu ernst zu nehmen.

Sicherheitskonferenz in München: Der amerikanische Vizepräsident JD Vance hielt am 14. Februar 2025 auf der 61. Münchner Sicherheitskonferenz eine vielbeachtete Rede, aus der im Folgenden einige Sätze zitiert werden:

JD Vance: In Großbritannien und ganz Europa, so fürchte ich, ist die Meinungsfreiheit auf dem Rückzug. Und im Interesse der Komik, meine Freunde, aber auch im Interesse der Wahrheit, muss ich zugeben, dass die lautesten Stimmen für Zensur manchmal nicht aus Europa, sondern aus meinem eigenen Land gekommen sind.

Zur Meinungsfreiheit im Hier und im Jetzt äußerte sich JD Vance wie folgt:

JD Vance: Und ich glaube zutiefst, dass es keine Sicherheit gibt, wenn Sie Angst vor den Stimmen, Meinungen und dem Gewissen haben, die Ihr eigenes Volk leiten. Europa steht vor vielen Herausforderungen. Aber die Krise, mit der dieser Kontinent jetzt konfrontiert ist – die Krise, von der ich glaube, dass wir alle gemeinsam betroffen sind – ist eine, die wir selbst verursacht haben.

Wenn Sie vor Ihren Wählern weglaufen, kann Amerika nichts für Sie tun.

An die Demokratie zu glauben bedeutet zu verstehen, dass jeder unserer Bürger Weisheit besitzt und eine Stimme hat. Und wenn wir uns weigern, diese Stimme zu hören, werden selbst unsere größten Erfolge nur wenig Bestand haben.

Wie Papst Johannes Paul II., für mich einer der außergewöhnlichsten Verfechter der Demokratie auf diesem oder jedem anderen Kontinent, einst sagte: „Fürchtet euch nicht.“

Wir sollten keine Angst vor unserem Volk haben – selbst dann nicht, wenn es Ansichten äußert, die nicht mit der Meinung der Führung übereinstimmen [En12].

11 GRANITE-ACT

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Im Dezember 2025 verhängte die EU die erste Mega-Strafe gegen X, was in den USA als ein Angriff auf die Meinungsfreiheit verstanden wurde. Begründet wurde diese Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro damit, dass gegen Regeln des Digital Services Act (DSA) verstoßen worden sei. Elon Musk konterte sofort – politisch und juristisch. Zwischenzeitlich hat der Fall längst Washington erreicht. Trump nannte die EU-Strafe „fies“ und warnte vor Europas „schlechten Richtungen“. In Washington wächst der Eindruck, der DSA könne zu einem globalen Regime werden, das am Ende US-Rede nach EU-Maßstäben reguliert.

Kettner-Edelmetalle.de vom 8.12.2025: Die Vereinigten Staaten könnten schon bald mit einem revolutionären Gesetz zurückschlagen, das ausländischen Regierungen ihre liebste Waffe aus der Hand schlägt: die Zensur amerikanischer Bürger und Unternehmen. Der sogenannte GRANITE Act – ein Akronym für „Guaranteeing Rights Against Novel International Tyranny & Extortion Act“ – könnte das Blatt im globalen Kampf um die Meinungsfreiheit entscheidend wenden [En13].

Wie dem auch immer sei: Wyoming hat bereits einen Gesetzesentwurf ins Parlament eingebracht. New Hampshire arbeitet an einer fast gleichen Version. Beide sollen als Vorbild dienen. Mehrere US-Bundesstaaten könnten 2026 nachziehen.

Der Mechanismus ist brutal einfach und maximal abschreckend:

  • Extrem weite Definition von „ausländischer Zensur“:
    Gemeint ist jede Maßnahme – Gesetz, Urteil, Verwaltungsakt, Vorladung –, die Rede einschränkt oder Daten erzwingen will, wenn diese Rede in den USA geschützt wäre.

  • Mindestens 10 Mio. Dollar pro Zensurfall:
    Kläger erhalten mindestens 10 Millionen Dollar pro Drohung/Versuch/Durchsetzung oder dreifachen realen Schaden.

  • Ausländische Urteile werden ignoriert:
    Wyoming-Gerichte dürfen Zensur-Urteile aus dem Ausland nicht anerkennen, Behörden nicht mitwirken.

In dem Gesetzesentwurf heißt es zum Beispiel wie folgt:

Abschnitt 2. Legislativer Zweck

Der Zweck dieses Gesetzes besteht darin, die verfassungsmäßigen Rechte der Einwohner von New Hampshire gegen die extraterritoriale Anwendung ausländischer Internet-Zensurgesetze zu schützen, die die Sprache einschränken oder die Offenlegung von Informationen unter Verstoß gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten oder die Verfassung des Staates New Hampshire einschränken würden [En14].

Anders ausgedrückt: Der «GRANITE Act» entstand als Reaktion auf Gesetze wie den britischen «Online Safety Act» und den «EU-Digital Services Act» (DSA), mit denen US-Plattformen zu weltweiter Inhaltsmoderation gezwungen werden (sollen). Kritiker sehen darin einen Angriff auf die US-Verfassung.

Journalistenwatch.com vom 5.12.2025: Der Kern des Gesetzes besteht darin, Strafen in Millionenhöhe zu verhängen. Der Act sieht mindestens zehn Millionen US-Dollar pro Verstoß vor. Ein «Verstoß» umfasst jeden Fall, in dem ein US-Nutzer durch ausländische Anordnungen zensiert wird, zum Beispiel via Löschungen oder durch Bußgelder. Betroffen sind Staaten wie Großbritannien, die EU als Ganzes sowie ihre Behörden.

Und die Klagen werden teuer – extrem teuer. Der GRANITE Act sieht mindestens 10 Millionen US-Dollar Schadensersatz pro Fall vor, dazu das Dreifache der angedrohten EU-Strafe als punitiver Schadenersatz. Ein einziges „Hassrede“-Verfahren der EU gegen eine US-Plattform könnte Brüssel oder Berlin schnell mehrere hundert Millionen Dollar kosten – zahlbar an die betroffenen Amerikaner.

Damit dreht der GRANITE Act den Spieß um: Nicht mehr die USA müssen sich vor europäischen Zensurbehörden verbeugen, sondern Brüssel muss sich künftig jeden Zensurbefehl dreimal überlegen, weil er vor einem US-Gericht in Cheyenne oder Manchester landen und dort ruinös teuer werden könnte.

Die freie Welt schlägt zurück. Und sie schlägt hart zu [En15].

Wenn der GRANITE Act wirklich Gesetz wird, würde die Befugnis, ausländische Zensur zu bekämpfen, nicht bei Bundesbehörden liegen, sondern beim amerikanischen Bürger, bei den staatlichen Gerichten und Zivilprozessanwälten. Es würde sie befähigen, sich gegen ausländische Zensoren zu wehren.

12 Sicherheitsstrategie Deutschlands

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Die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland ist ein ganzheitliches Strategiekonzept der Bundesregierung mit dem Titel „Wehrhaft. Resilient. Nachhaltig. Integrierte Sicherheit für Deutschland“, das am 14. Juni 2023 beschlossen wurde. Auffallend ist, dass in der Kurzfassung der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung - Stand Juni 2023 – die nachfolgend aufgeführten Wörter nicht einmal aufzufinden sind:

  • Meinungsfreiheit und

  • Migration
    Die Botschaft, die an Russland gerichtet ist, hat folgenden Wortlaut.

  • Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ist ein Bruch des Völkerrechts und der europäischen Sicherheitsordnung. Das heutige Russland ist auf absehbare Zeit die größte Bedrohung für Frieden und Sicherheit im euroatlantischen Raum

  • Das Wort Diplomatie wird nur einmal verwendet:
    Zitat:
    Zugleich werden wir unsere Investitionen in den Schutz kritischer Infrastrukturen, Cyberfähigkeiten, eine handlungsfähige
    Diplomatie, den Bevölkerungsschutz, die Stabilisierung unserer Partner sowie eine engagierte humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit stärken [En16].

Unter der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geführten Bundesregierung wurde ein vorläufiges Strategiepapier unter der Überschrift „Schwerpunkt der Bundesregierung 2025 – Sicheres Zusammenleben, geordnete Migration, stärkere Integration“ erarbeitet.

Zitate: Die Bundesregierung hat eine Wende in der Inneren Sicherheit eingeläutet. Auch in der Migrationspolitik setzt sie auf Wechsel – durch bessere Ordnung und Steuerung sowie größere Anstrengungen bei der Integration. Diese wesentlichen Maßnahmen einer konsequenteren Migrationspolitik werden in der „Absichtserklärung der Bundesregierung“ wie folgt beschrieben:

  • Verringerung der irregulären Migration, insbesondere durch Zurückweisungen bei Asylgesuchen an den gemeinsamen Grenzen in Abstimmung mit den europäischen Partnern

  • Erweiterung der Liste der sicheren Herkunftsstaaten um beispielsweise Algerien, Indien, Marokko und Tunesien

  • Steigerung der Anzahl von Rückführungen durch eine stärkere Einbeziehung der Bundespolizei und Erweiterung des Ausreisearrests

  • Konsequente Ausweisung von Straftätern und Gefährdern

  • Verstärkter Abschluss von Migrationsabkommen, um legale Zuwanderung zu steuern und die Rücknahmebereitschaft zu erhöhen

  • Beendigung freiwilliger Aufnahmeprogramme

  • Begrenzung der regulären Migration im Rahmen der Westbalkan-Regelung auf 25.000 Personen pro Jahr

  • Befristete Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten für zwei Jahre

  • Beschleunigung von Asylverfahren, insbesondere von Gerichtsverfahren [En17].

Nun ist es so, dass, um die Politik eines Landes zu verändern, viel Geduld erforderlich ist, denn genauso, wie die Jahre Viking - ein Öltanker der Klasse der ULCC mit einer Länge von 458 m - ihren Kurs nur ganz langsam und behäbig ändern kann, so ist das auch mit der Politik in einer freien und offenen Gesellschaft, zumal in solchen Gesellschaften in der zu keinem Zeitpunkt Einigkeit darüber besteht, wohin die Reise eigentlich gehen soll.

Anders ausgedrückt: „Kurs nehmen“ würde auch in Deutschland bedeuten, eine bestimmte Richtung einzuschlagen, ein Ziel anzusteuern oder sich direkt auf etwas zuzubewegen, notwendige Entscheidungen zu treffen oder sich, allgemeinverständlich ausgedrückt, auf den Weg zu machen, um in Deutschland wieder Wirtschaftswachstum zu ermöglichen.

13 Sicherheitsstrategie EU

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Am 1. April 2025 stellte die EU-Kommission eine neue europäische Strategie der inneren Sicherheit vor, genannt: ProtectEU.

  • Migration

  • Verstärkte Sicherheit an den Grenzen

Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der Außengrenzen ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, hybriden Bedrohungen wie dem Einsatz von Migration als Waffe entgegenzuwirken, das Eindringen bedrohlicher Akteure und die Einfuhr bedrohlicher Waren in die EU zu verhindern und grenzüberschreitende Kriminalität und Terrorismus wirksam zu bekämpfen. Das Schengener Informationssystem (SIS) soll 2026 dahingehend erweitert werden, dass die Mitgliedstaaten Ausschreibungen über an Terrorismus beteiligte Drittstaatsangehörige, einschließlich ausländischer terroristischer Kämpfer, und über Drittstaatsangehörige, die an anderen schweren Straftaten beteiligt sind, auf der Grundlage von Daten eingeben können, die von Drittstaaten an Europol weitergegeben werden.

Feindselige Handlungen, die die Sicherheit der EU untergraben, werden immer häufiger und komplexer, wobei böswillige Akteure ihr Arsenal erheblich erweitert haben. Hybride Kampagnen, die sich gegen die EU, ihre Mitgliedstaaten und Partner richten, haben zugenommen und umfassen Sabotageakte gegen kritische Infrastrukturen, Brandstiftung, Cyberangriffe, Einmischung in Wahlen, Informationsmanipulation und Einflussnahme aus dem Ausland, einschließlich Desinformation haben zugenommen, sowie die Nutzung von Migration als Waffe.

Bekämpfung des Einsatzes von Migration als Waffe:

Russland hat mit Hilfe und entschlossener Unterstützung von Belarus Migration gezielt als Waffe eingesetzt und künstlich illegale Migrationsströme in Richtung der EU-Außengrenzen ausgelöst, mit dem Ziel, unsere Gesellschaften zu destabilisieren und die Einheit der Europäischen Union zu untergraben.

Wie in der Mitteilung der Kommission über den Einsatz von Migration als Waffe aus dem Jahr 2024 dargelegt, hat die Union neben einer starken politischen Unterstützung finanzielle, operative und diplomatische Maßnahmen ergriffen, einschließlich der Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern, um diesen Bedrohungen wirksam zu begegnen. Dies bedeutet, dass der vom Rat geschaffene neue Rahmen genutzt werden muss, um Personen und Organisationen, die an Handlungen und politischen Maßnahmen wie dem Einsatz von Migration als Waffe durch Russland beteiligt sind, durch das Einfrieren von Vermögenswerten und Reiseverbote zu sanktionieren.

Das Wort Ukraine wird 7 Mal in der Sicherheitsstrategie ProtectEU verwendet, fast ausschließlich im Zusammenhang mit Russland. Diesbezüglich nur zwei Sätze, die aufzeigen, was die EU darunter versteht: Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat das Risiko chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer (CBRN) Bedrohungen erhöht. Die Fortsetzung der unerschütterlichen Unterstützung der Ukraine durch die EU und die Stärkung der Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Erweiterungsländer der EU sind vorrangige politische und geostrategische Erfordernisse.

MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN

ProtectEU – eine Europäische Strategie für die innere Sicherheit

Wörter wie: Zurückweisen (an der Grenze), anschieben oder ausweisen von Straftätern oder illegal eingewanderten Personen enthält die Sicherheitsstrategie ProtectEU nicht.

Die EU-Sicherheitsstrategie 2025 setzt auf digitale Außengrenzen durch das Einreise-/Ausreisesystem (EES), auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Frontex, schnellere Asylverfahren (GEAS), Früherkennung und Abwehr hybrider Bedrohungen, um Sicherheit zu erhöhen, irreguläre Migration zu steuern und illegale Aufenthalte zu verhindern, wobei der Fokus auf gemeinsamen digitalen Werkzeugen und der Verstärkung der Zusammenarbeit mit Partnerländern liegt. Ab Oktober 2025 startet das EES mit biometrischen Daten (Fingerabdrücke, Gesichtsbild) für Nicht-EU-Bürger, um Grenzüberwachung zu modernisieren und die Sicherheit zu erhöhen, wobei Deutschland die schrittweise Einführung an seinen Grenzen umsetzt.

14 Verrat am Rechtsstaat

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Am 12. Dezember 2025 postete der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban auf X einen englischen Text, der in deutscher Übersetzung folgenden Wortlaut hat:

Viktor Orban: Heute überschreiten die Brüsseler den Rubikon. [...]. Gegenstand der Abstimmung sind die eingefrorenen russischen Vermögenswerte, über die die EU-Mitgliedstaaten bisher alle sechs Monate abgestimmt und einstimmig entschieden haben. Mit dem heutigen Verfahren schaffen die Brüsseler das Einstimmigkeitsprinzip per Federstrich ab, was eindeutig rechtswidrig ist.

Mit der heutigen Entscheidung endet die Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union, und Europas Führungskräfte stellen sich über die Regeln. Anstatt die Einhaltung der EU-Verträge zu gewährleisten, missachtet die Europäische Kommission systematisch das europäische Recht. Sie tut dies, um den Krieg in der Ukraine fortzusetzen – einen Krieg, der offensichtlich nicht zu gewinnen ist. [...]. Mit anderen Worten: Eine Brüsseler Diktatur hat sich etabliert [En18].

Ergänzend dazu heißt es auf der Website von Moonofalabama.org vom gleichen Tag wie folgt:

Moonofalabama.org: Bezug nehmend auf den belgischen Premierminister Bart De Wever zu dieser Entscheidung wird dieser von Victor Orban wie folgt zitiert:

Das ist Geld von einem Land, mit dem wir uns nicht im Krieg befinden“, sagte De Wever vor Reportern des belgischen Parlaments. „Es wäre, als würde man in eine Botschaft einbrechen, alle Möbel herausnehmen und verkaufen.“

Der Großteil der in Europa eingefrorenen Staatsvermögen Russlands (über € 200 Milliarden) ist auf der Plattform von Euroclear in Belgien blockiert. Der Verwahrer lehnte wiederholt die Enteignung der Vermögenswerte ab und warnte davor, dass Russland durch rechtliche Schritte dazu führen könnte, dass Russland europäische oder belgische Vermögenswerte anderswo in der Welt beschlagnahmt.

Der frühere russische Präsident Wladimir Putin erklärte, dass die globale Finanz- und Wirtschaftsordnung zerstört würde und der wirtschaftliche Separatismus sich nur verstärken würde, wenn der Westen Russlands eingefrorene Vermögenswerte stehlen würde. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies darauf hin, dass Moskau definitiv auf den Diebstahl seiner Vermögenswerte in Europa reagieren werde. Er betonte, dass der Kreml beabsichtigt, ein Gerichtsverfahren gegen die an diesem System Beteiligten zu organisieren [En19].

Auch einem unvoreingenommenen Beobachter muss sich bei solch einem Vorgehen der EU der Eindruck aufdrängen, dass die EU an allem, nur nicht am Frieden in der Ukraine interessiert ist. Das gilt wohl auch für die Position von Bundeskanzler Friedrich März (CDU) in dieser Frage.

15 Dritte Befreiung ist überfällig

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Diese Befreiung setzt die Rückkehr zur Realpolitik voraus. Der amerikanischen Präsidenten Donald Trump scheint diese Einsicht bereits verinnerlicht zu haben, denn sein Wille zum Frieden beruht auf der Erkenntnis, dass ein Krieg, der nicht zu gewinnen ist, beendet werden muss. In der Neuen Sicherheitsstrategie der USA heißt es diesbezüglich wie folgt:

  • Die Angelegenheiten anderer Länder gehen uns nur dann etwas an, wenn ihre Aktivitäten unsere Interessen direkt bedrohen.

  • Die Vereinigten Staaten werden ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen und in ihren Beziehungen zu anderen Nationen diese ermutigen, ebenfalls ihre eigenen Interessen zu priorisieren.

  • Es liegt im zentralen Interesse der Vereinigten Staaten, eine rasche Beendigung der Feindseligkeiten in der Ukraine auszuhandeln, um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren, eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Krieges zu verhindern, die strategische Stabilität mit Russland wiederherzustellen und den Wiederaufbau der Ukraine nach Beendigung der Feindseligkeiten zu ermöglichen, damit sie als lebensfähiger Staat überleben kann.

  • Eine große Mehrheit der Europäer wünscht sich Frieden, doch dieser Wunsch schlägt sich nicht in der Politik nieder, was zum großen Teil auf die Untergrabung demokratischer Prozesse durch diese Regierungen zurückzuführen ist.

  • Unser Ziel sollte es sein, Europa dabei zu helfen, seinen derzeitigen Kurs zu korrigieren. Wir brauchen ein starkes Europa, das uns dabei hilft, erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen, und das mit uns zusammenarbeitet, um zu verhindern, dass ein Gegner Europa dominiert.

Was das für Deutschland und die EU bedeuten würde, soll an dieser Stelle nur punktuell aufgelistet werden.

Es gilt:

  • Die Angst vor dem Frieden überwinden.

  • Die Bereitschaft, für die Rückzahlung der Schulden einzutreten, die als Kredite der Ukraine gewährt wurden und auch 2026 gewährt werden sollen, ca. 90 Mrd. Euro.

  • Nur so ließen sich die Banken retten.

  • Den Verlust von Bodenschätzen hinnehmen.

  • Kurzum:

  • Es geht um sehr viel Geld.

  • Geld in einer Größenordnung, die den Kapitalismus bedroht, wenn sich dieses Geld als eine Fehlinvestition herausstellen sollte.

Warum wird darüber nicht öffentlich gestritten?

Die Antwort ist einfach, denn wenn das Volk die Wahrheit erfährt, wird es sich das nicht gefallen lassen. Und auch wenn führende Politiker in der EU ständig vom Krieg reden, in Deutschland ist das nicht anders, obwohl dieser nicht zu gewinnen ist, verbirgt sich hinter dieser Position die Wahrheit, dass sich diese Politiker zu Recht vor dem Frieden fürchten, der ihrer Macht ein Ende bereiten würde. Ihr Motto scheint es deshalb zu sein:

  • Genießt den Krieg.

  • Der Frieden wird fürchterlich.
    Und:

  • Rettet die Banken und die Kapitalisten vor dem Frieden.

Kurzum: Es geht um Machterhalt und um sehr viel Geld.

Ein kurzes abschließendes Wort zu den Bodenschätzen in der Ukraine, die sich heute überwiegend in dem von Russland besetzten Teil der Ostukraine befinden:

Die Ukraine besitzt immense Bodenschätze mit einem geschätzten Gesamtwert von über 10 Billionen Euro, darunter große Vorkommen an Lithium, Titan, Seltenen Erden, Kohle (zweitgrößte Europas), Eisen, Mangan, Erdgas, Uran und anderen wichtigen Industriemineralien. Diese Vorkommen sind für Europa strategisch wichtig, besonders im Hinblick auf die Energiewende, da sie für Batterien, Elektronik und die Luftfahrt benötigt werden.

Solche Bodenschätze gibt es in den Staaten der EU nicht. Das ist eine zu bedauernde Tatsache, denn gerade diese in der Ukraine vorhandenen Bodenschätze sind es, die, wenn die Ukraine in Gänze zur EU gehören würde, deren wirtschaftliche Zukunft sichern könnte, denn ohne die oben genannten Rohstoffe wird und kann das nicht gelingen, wieder zu den wirklich großen Wirtschaftsmächten zu gehören.

Es scheint so zu sein, als ob die USA sowohl Europa als auch Deutschland von ihren eingefahrenen Überzeugungen in den vor uns liegenden Monaten – möglicherweise schon 2026 – erneut, und dieses Mal zum 3. Mal befreien müssen.

16 Immanuel Kant zum ewigen Frieden

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Die Altersschrift „Zum ewigen Frieden“, die 1795 verfasst wurde, gehört zu den bekanntesten Werken des deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724 bis 1804). Es vermag insoweit nicht zu verwundern, dass sogar die Charta der Vereinten Nationen von dieser Schrift beeinflusst wurde. Bei den folgenden Sätzen handelt es sich um Zitate aus dem Essay:

Immanuel Kant: Der Friedenszustand unter Menschen, die neben einander leben, ist kein Naturzustand (status naturalis), der vielmehr ein Zustand des Krieges ist, d. i. wenn gleich nicht immer ein Ausbruch der Feindseligkeiten, doch immerwährender Bedrohung mit derselben.

Er muss also gestiftet werden [...].

Im 1. Abschnitt seines philosophischen Entwurfs zur Erreichung des ewigen Friedens formuliert Immanuel Kant dafür folgende Einsichten:

  • Es soll kein Friedensschluss für einen solchen gelten, der mit dem geheimen Vorbehalt des Stoffs zu einem künftigen Kriege gemacht wird.

  • Stehende Heere sollen mit der Zeit ganz aufhören.

  • Es sollen keine Staatsschulden in Beziehung auf äußere Staatshändel gemacht werden.

  • Kein Staat soll sich in die Verfassung und Regierung eines anderen Staates gewaltsam einmischen.

  • Es soll sich kein Staat im Kriege mit einem anderen solche Feindseligkeiten erlauben, welche das wechselseitige Zutrauen im künftigen Frieden unmöglich machen müssen [...].

Wenn diese Forderungen sowohl auf die beiden Kriegsparteien als auch auf die Staaten angewendet werden, gemeint ist die EU, deren Vertreter sich bisher geweigert haben, die Suche nach diplomatischen Lösungen überhaupt zu unterstützen, sondern vielmehr das Ziel verfolgt haben, die Ukraine sowohl mit Waffen als auch mit Geld dahingehend zu unterstützen, einen Krieg gewinnen zu können, der nicht gewonnen werden kann, dem drängt sich sozusagen die Einsicht auf, dass eine dritte Befreiung, die Befreiung von Dummheit und Starrsinn, unverzichtbar sein wird, um den Ukrainekrieg beenden zu können, denn bei dem überfällige werdenden Frieden geht es nicht um Moral und auch nicht um Gut und Böse, sondern allein um Interessen.

Diese Einsicht scheint der amerikanische Präsident Donald Trump verinnerlicht zu haben, denn sein erklärtes Ziel ist es, den Ukrainekrieg zu beenden. Wie das gesichtswahrend möglich oder nicht möglich sein wird, das wird sich in der Zukunft herausstellen.

Vielleicht ist 2026 ja ein Jahr, in dem die Vernunft der Dummheit ein Schnäppchen schlägt.

Viel Glück im neuen Jahr 2026.

17 Quellen

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Endnote_01
Zitiert nach: https://www.calwer.com/media/39/LP_4526_Wahrheit%20im%20Dialog.pdf?
srsltid=AfmBOor_juS16jHfzxX_JLQ18ZkjDamr29C2TidzknmRgwe0BKxC5Z7_
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Endnote_02
Zitiert nach: Verfassungsgeschichte USA:
https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1796_
Washington’s%20Farewell%20Address.pdf
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Endnote_03
Howard Zinn. Eine Geschichte des amerikanischen Volkes. März-Verlag 2025, Seite 529
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Endnote_04
Zitiert nach: Anderweltonline.com: https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-2015/
die-verbrechen-der-befreier-bemerkenswerte-reportage-im-zdf-ueber-das-
schaendliche-verhalten-der-amerikaner-zum-kriegsende/
Auch: https://haluise.wordpress.com/2025/11/23/nurnberger-
prozesse-grundlage-des-westlichen-unrechtssystems-an/
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Endnote_05
Howard Zinn. Eine Geschichte des amerikanischen Volkes, März Verlag 2025 – Seite 530
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Endnote_06
Ebd. Howard Zinn, Seite 532
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Endnote_07
Welt.de vom 8.12.2011: EU am Scheideweg. Die öffentliche und die verborgene Seite der Krise. https://www.welt.de/politik/article13757549/EU-am-Scheideweg-Die-oeffentliche-und-die-verborgene-Seite-der-Krise.html
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Endnote_08
Ronpaulinstitute.org vom 6.12.2025: Neue Nationale Sicherheitsstrategie: Eine atemberaubende Abreise, aber voller Widersprüche. https://ronpaulinstitute.org/new-national-security-strategy-a-stunning-departure-yet-full-of-contradictions/
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Endnote_09
Amerika21.de vom 16.4.2020. Die Monroe-Doktrin: Totgesagte leben länger. Die Monroe-Doktrin ist seit fast 200 Jahren ein Eckpfeiler der Außenpolitik der USA. In Lateinamerika gilt sie als Wahrzeichen des US-Imperialismus. https://amerika21.de/analyse/239008/monroe-doktrin-totgesagte-leben-laenger
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Endnote_10
Ebd. Howard Zinn, Seite 469
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Endnote_11
Ebd. Howard Zinn, Seite 468
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Endnote_12
J. D. Vance. Die Münchener Rede des US-Vizepräsidenten im Wortlaut.
https://www.handelsblatt.com/politik/international/j-d-vance-die-muenchener-
rede-des-us-vizepraesidenten-im-wortlaut/100107881.html
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Endnote_13
Kettner-edelmetalle.de vom 8.12.2025: US-Kongress plant Gegenschlag: GRANITE Act soll ausländische Zensoren in die Knie zwingen.
https://www.kettner-edelmetalle.de/news/us-kongress-plant-gegenschlag-
granite-act-soll-auslandische-zensoren-in-die-knie-zwingen-08-12-2025
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Endnote_14
Prestonbyrne.com vom 18.10.2025: The GRANITE Act: How Congress Can Strike Back Against Foreign Censors.
https://prestonbyrne.com/2025/10/18/the-granite-act-how-
congress-can-strike-back-against-foreign-censors/
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Endnote_15
Journalistenwatch.com vom 5.12.2025: GRANITE Act: Brüssel wollte den Krieg – jetzt kommt er.
https://journalistenwatch.com/2025/12/05/granite-act-bruessel-
wollte-den-krieg-jetzt-kommt-er/Alternativ: https://transition-news.org/
usa-setzen-mit-granite-act-zum-gegenschlag-gegen-eu-und-gb-zensur-an
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Endnote_16
Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland.
https://www.nationalesicherheitsstrategie.de/
Sicherheitsstrategie-Zusammenfassung-DE.pdf
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Endnote_17
Schwerpunkte der Bundesregierung Sicheres Zusammenleben, geordnete Migration, stärkere Integration.
https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/
schwerpunkt-innere-sicherheit-2342568
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Endnote_18
Viktor Orban: Post vom 12.12.2025.
https://x.com/PM_ViktorOrban/status/1999358779763183953
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Endnote_19
Moonofalabama.org vom 12.12.2025:
https://www.moonofalabama.org/2025/12/russia-counters-
eu-shenanigans-to-steal-its-frozen-assets.html
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